Letztes Wochenende war ich mit Neele und Oli (einem Freund von ihr aus Kassel der ein Jahr Freiwilligendienst in Kolumbien gemacht hat und sie jetzt am Ende hier besucht damit sie sich nicht 2 Jahre lang nicht sehen) auf einem Wochenendtrip. Wenn ich ihn in 3 Worten beschreiben müsste währen dass spoantan, ungeplant und erlebnisreich :D
Freitagabend standen wir nämlich so um halb 6 an dem Busterminal Ofelia an dem wir uns verabredet hatten (es war schon schwer uns dort überhaupt zu finden da man wegen dem starken Hagel nicht telefonieren konnte, dafür war es einfach zu laut) und mussten erst einmal die Frage klären, wohin wir denn jetzt fahren. Wir hatten sowieso geplant spätestens Sonntag on Otavalo zu landen, da wir uns da mit Byron, Manu und einigen anderen dieses Freundeskreises treffen wollten. Hatten aber auch überlegt erst mal nach Ibarra zu fahren, weil das gar nicht so weit von Otavalo ist und die Hostels dort bestimmt nicht so überteuert (für ecuadorianische Verhältnisse) wie in Otavalo sind. Da es aber schon relativ spät war und im Reiseführer auch nichts interessantes zu Ibarra stand, haben wir uns doch entschieden ins nähere Otavalo zu fahren. Da haben wir dann aber festgestellt, am falschen Busterminal zu sein und sind dann zum Terminal Carcelen gefahren - ungefähr 20 min von meinem Haus entfernt, da bin ich auf dem Weg zu Ofelia schon vorbeigefahren. Dort haben wir dann ein der Schlange zum Ticketschalter stehen einen doppelten Regenbogen und dort drin einen Blitz gesehen, beeindruckende Kombination vom Wetterereignissen! Am Schalter angekommen hieß es dann allerdings: " Im Moment, no hay buses." Also mussten wir warten bis es dann wieder welche gab, so ca. ne Stunde. Bis dahin war es schon längst dunkel (und wir haben zwischendurch auch überlegt unsere Entscheidung wieder zu ändern, aber da wir dann schon ganz vorne standen und uns ein netter Otavaleño versichert hat das heute bestimmt noch Busse fahren sind wir dann doch an dem Schalter geblieben). Wir hatten dann auch Plätze 1,2 und 3 im Bus :P. So gegen halb 11 sind wir dann in Otavalo angekommen und haben einen Taxifahrer gebetet uns zu dem günstigsten Hostel im Reiseführer zu fahren, bei dem wir auch schon angerufen hatten. Der hat das aber nicht gefunden und uns schlussenlich zu einem anderen in der Nähe gefahren, das war billiger also haben wir uns nicht beschwert. Im Hostel habe ich dann bemerkt, dass ich meine Speicherkarte für die Kamera (und mein Zahnbürste by the way) vergessen habe, deswegen ist dieser Post hier auch vorerst bilderlos bis ich einige Bilder von Neele bekomme. Ich kann mich immer noch nicht ganz entscheiden welche dieser Sachen zu vergessen schlimmer ist :P (Mama sagt bestimmt die Zahnbürste und das Papa die Speicherkarte schlimmer finden würde ist ja wohl klar.. :P )
Am nächsten Morgen sind wir dann über den Plaza de Poncho, den Markt für den Otavalo berühmt ist gelaufen, obwohl wir das am Samstag eigentlich vermeiden wollten, da er da laut Reiseführer zum größten Touri-ort wird und deswegen das Angebot auch wenig repräsentativ ist. Das lies sich aber nicht vermeiden, da unser Hostel nur 100 m von den Anfängen entfernt lag und der Markt auch weniger einen Plaza als den halben Ort füllt. Da es aber erst kurz nach 8 war lies sich die Menge an Leuten unterwegs noch aushalten.
Nachdem wir dann eine Bäckerei für ein Frühstück gefunden haben sind wir dann zu dem sehr nahegelegen Wasserfall von Peguche gefahren (30 Cent im Bus, der Preis sagt eigentlich ziemlich viel über die Entfernung aus. Nach Otavalo haben wir 2,20 Dollar bezahlt). Das hat sich wirklich gelohnt, schon allein weil drum herum grüne Vegetation war. Hier in Quito ist leider viel vetrocknet und gelb, Natur ist eigentlich das einzige was ich etwas vermisse. Das sollte sich jetzt während der Regenzeit aber auch ein bisschen ändern hoffe ich! ;)
Der Wasserfall waren eigentlich 3 Wasserfälle: ein kleiner, darüber ein 8 m hoher und wenn man dann zu einem Aussichtspunkt am Beginn dieses Wasserfalles gelaufen ist, mit den Füßen in den Fluss und noch mal 20 m weiter war dort noch ein dritter Wasserfall, den man sonst nicht sehen konnte. Vor allem der war wunderschön, man stand in einer fast-Höhle (das Wasser hatte den Fels ungefähr 3 m tief ausgeschleift), der 1m breite Spalt oben war mit Pflanzen bewachsen und man hatte den Wasserfall vor sich, eine wunderschöne Atmosphäre!
Wieder zurück in Otavalo wollten wir eigentlich noch in einen Kondorpark und uns mit Byron treffen, der beruflich schon vorher nähe Otavalo war. Der Kondorpark ist aber wegen einem starken Regen ins wortwörtlich ins Wasser gefallen und Byron ist doch schon zurück nach Quito gefahren, da ein Freund Geburtstag hatte (nicht das wir da am Donnerstag auch schon mit im Mariscal waren um den zu feiern) und sie den noch mal richtig feiern wollten. Obwohl wir noch relativ viele Pläne für Sonntag hatten (Lagunen, Handwerksdörfer in der Nähe) haben wir uns dann auch nach längerer Diskussion der Möglichkeiten entschieden, schon um 3 zurück nach Quito zu fahren, da es für diese Pläne am Samstag schon zu spät war. Dafür planten wir dann, am Sonntag zu heißen Quellen zu fahren. Deswegen bin ich dann auch dem Otavalo-Bus, der sozusagen vor meiner Haustür vorbeifährt (nur dort einsteigen klappt nicht wegen freien Plätzen) ausgestiegen um meinem Bikini zu holen und bin dann ins Mariscal zur Geburtstagsfeier gestoßen. Der Plan war nämlich, dann bei Neele zu schlafen, da sie erstens näher am Mariscal wohnt und zweitens näher am Südlichen-Busterminal. In der Lieblingskneipe von der Truppe habe ich dann, vollkommen zufällig, eine Ex-Freundin von Emil, einen guten Freund von mir getroffen, die im Moment für 3 Monate in Quito bei ihrer Familie lebt. Wir haben dann den ganzen Abend gequatscht und werden uns im letzten Monat der ihr verbleibt bestimmt noch ein paar mal sehen! Wie froh ich bin, nicht nur noch einen Monat zu haben, muss ich ehrlich sein :D Obwohl ich körperlich supermüde und fertig war, konnte ich trotzdem noch Spaß haben und der Abend hat sich sehr gelohnt. Isa und ich sind uns dann noch Pizza Cono holen gegangen (dieser Laden hat nur Nachts auf...): Der Pizzateig ist geformt wie eine Eiswaffel und die Vegetarische Version ist komplett mit viel Käse, ein paar Pilzen und Oliven und Pizzasalsa gefüllt. Himmlisch, vor allem wenn man schon was getrunken hat :P
So um 3 Uhr nachts sind wir dann bei Neele angekommen, und ziemlich schnell ins Bett gefallen. Morgens sind wir dann zum Frühstück aufgestanden, und das Frühstück war das "Dilemma". Es gab nämlich ein Omelett zwischen zwei Toastscheiben (und einen Pfirsich uns Saft), aber das Omelett war mit Kochschinkenstücken. Da es aber seeeehr unhöflich gewesen wäre, dieses Omelett dann abzulehnen (und ich Neeles Gastmutter, meiner Spanischlehrerin auch schon sehr dankbar war, dass ich dort schlafen durfte), habe ich es dann gegessen. Den Schinken hat man zum Glück nicht so sehr geschmeckt (da ich das Omelett immer mit einem Bissen Pfirsich begleitet habe), aber danach ging es mir ziemlich dreckig. Neele hat mich vom psychischen zwar sehr abgelenkt (sie war vorher sogar vegan lebend, hat sich aber vorgenommen in Ecuador wieder Fleisch zu essen um es sich etwas einfacher zu machen und konnte deswegen ziemlich gut nachvollziehen wie es mir ging), aber mir war einfach sooo schlecht und obwohl das Frühstück nicht viel war lag mir das Fleisch so schwer im Magen. Als das körperliche dann vorbei war und ich über das nachgedacht habe, was ich da gerade gegessen hatte wurde mir natürlich prompt wieder schlecht :P Jetzt wo ich noch mal Fleisch gegessen habe, kann ich noch viel weniger nachvollziehen, warum Menschen das essen. Soll jetzt gar nicht als Anklage oder Vorwurf oder irgendetwas gemeint sein, ich kann es nur persönlich nicht verstehen.
Dann ging es also los zu den heißen Quellen. Wir hatten eigentlich die Idee gehabt, zu den Quellen von Papallacta zu fahren, die auch in wunderschöner Regenwald-Umgebung liegen, aber da die wohl sehr touristisch überlaufen sein sollten, wurde uns davon abgeraten erst so gegen 10/11 da hinzufahren, die lohnen sich wohl nur wenn man sich spätestens um 6 auf den Weg macht. Also sind wir in ein Schwimmbad, das auch aus heißen Quellen gespeist wird nur 30 min von Quito entfernt gefahren, dass uns von Byron empfohlen wurde. Das tauchte zwar nicht im Reiseführer auf, aber wir wollten eh nur eine Stunde oder so im heißen Wasser entspannen - zu viel mehr wären wir gar nicht fähig gewesen also haben wir es einfach mal probiert. Das angenehmste war, dass wir wirklich die einzigen Touristen dort waren und sonst war es halt einfach ein Schwimmbad, nur mit warmen, ungechlortem Wasser ;)
Wieder zurück in Quito war ich auch sehr froh, nach dem 1,5 Stunden Weg von der Busstation in meinem Haus anzukommen und habe mich an dem Tag gezwungen noch wach zu bleiben, denn mehr als 10 Stunden Schlaf hätten mich wahrscheinlich auch wieder matschig zurückgelassen!
Noch mal kurz zu meinem Projekt: Ich unterrichte jetzt die 3-jährigen in Englisch und arbeite den Rest der Zeit mit der Englischlehrerin für die 4-6 Jährigen zusammen. 3-jährige in Englisch zu unterrichten ist allerdings meiner Meinung nach der größte Schwachsinn (auch etwas später macht es nicht soo viel Sinn), da sie sich höchstens 2 Wörter die Stunde merken können (die nächste Stunde schon wieder vergessen haben) und ich nicht 45 min täglich mit 2 Wörtern füllen kann.. Ich singe halt viele Lieder mit ihnen und versuche ihnen ein paar Spiele rüberzubringen, aber mit mittelmäßigen Spanischkenntnissen kann man das vielleicht älteren Kindern erklären, aber nicht 3-jährigen. Das ist im Moment zieeemlich frustrierend für mich, aber ich denke ich kann viel von der anderen Englischlehrerin lernen und das wird mit der Zeit schon besser werden. Ich glaube nur, dass das so ungefähr der schwerste Job (auf jeden Fall für mich) in der ganzen Schule ist und finde es anstrengend, dass es für die keinen Lehrer gibt und ich deswegen damit beauftragt werde. Ich werde aber mein bestes versuchen, und auch wenn sie keine bewussten Fortschritte machen können sie sich vielleicht die Sachen unterbewusst in den Jahren später besser merken, weil sie sie schon mal gehört haben! Ich freue mich auch sehr, dass sie noch nicht schreiben können und ich deswegen auch keine Tests für sie konzipieren muss - durch die würden sie nämlich hoffnungslos durchfallen denke ich :P
Donnerstag, 25. September 2014
Dienstag, 16. September 2014
Gastfamilia Vol. II und die "wirkliche Arbeit" in meinem Projekt
Gastfamilie Vol. dos: kommen mehr Infos oder wie? Nein, ich habe meine Gastfamilie gewechselt da es in der alten einige Probleme gab. Nicht zuletzt haben wir uns einfach nicht gut aufgenommen gefühlt (und es gab schon auch einige drastischere Vorkommnisse mit z.B. weggeschlossenem Essen) aber im Endeffekt hat sogar die Familie den ersten Schritt gemacht und VASE gesagt, dass sie eigentlich keine Freiwilligen haben wollen. Da VASE natürlich schon wusste dass wir uns nicht wohl fühlen wussten sie denke ich mal auch dass wir gegen einen Familienwechsel nichts einzuwenden hätten ;) so haben wir Mittwoch letzter Woche die Familie gewechselt und sind jetzt beide in einer neuen Gastfamilie, allerdings nicht mehr zusammen. Ich lebe jetzt in der Familie von Azalea, der Direktorin der Schule wo ich arbeite und ich fühle mich super wohl! Sie hat 2 Töchter, Berny (22) und Danny (20), vor allem mit Berny, mit der ich bis jetzt mehr zu tun gehabt habe verstehe ich mich sehr gut. Sie arbeitet bei VASE und ist auch Vegetarierin und geht nächstes Jahr als Volunteer nach Deutschland. Generell ist die Familie superherzlich und gastfreundlich und interessiert sich im Gegensatz zur anderen Familie wirklich für uns. Weiterhin werde ich natürlich mit Essen vollgestopft und da Berny ja auch Vegetarierin ist hat das auch für keine Verwirrung gesorgt, wie es hier öfters mal der Fall ist. Die Familie lebt in einer Gated Community (Cojunto Casales Buanaventura, wenn ihr so ein Karten- und Orientierungsinteressierter/ -versessener Mensch wie mein Papa seit könnt ihr das auch bei Google-Maps eingeben und findet das), sind aber keinesfalls so superreich wie meine vorherige Familie. Ich würde es eher als Mittelstand beschreiben - reich genug um keine alltäglichen Probleme wegen Geld zu haben, aber doch nicht so reich um alles bedenkenlos zu kaufen. Da fühl ich mich schon gleich viel wohler, auch wenn Geld natürlich nicht soo viel über die Familie aussagt. Was mich auch sehr freut, ist dass ich jetzt keine 1,5 Stunden pro Weg zum Projekt mehr brauche, sondern nur 10 min durch die Community laufe und dann höchstens 5 min im Bus sitze. Habe also täglich mindestens 2 Stunden gesprart. Das wiegt sich zwar ein bisschen auf da ich um nach Quito rein zu fahren doch etwas länger brauche (wir leben SEHR im Norden von Quito), aber diese längere Zeit nehme ich gern in Kauf :)
Das ist ein Beispiel für typisch Ecuadorianisches Essen - nur das das Fleisch (meistens Pollo) natürlich fehlt. Oben eine Suppe mit Kartoffeln, Nudeln, Käse (der in der Suppe weich wird un leicht schmilzt.. hmmmm), Blattspinat, Karotten und (mein erstes mal in dieser Familie) Koriander. Ohne den wäre die Ecuadorianische Küche echt unvollkommen - stört mich nicht, denn ich lieeeeebe Koriander und finde es sehr schade dass es den bei uns wegen einer Abneigung meines Vaters sehr selten gibt. Deswegen finde ich es auch sehr schade, hier in der Familie noch nicht so viel Koriander aufgetischt bekommen zu haben - Berny mag ihn nicht so gerne und meine Mama, die ihn auch liebt hat am Sonntag vergessen Koriander zu kaufen. Auf dem zweiten Bild seht ihr einen Salat aus Chuclos (ecuadorianischen Mais) rote Bohnen die Kidneybohnen ähnleln (oder vllt auch Kidneybohnen sind), Blattsalat, Kartoffeln, Tomaten, grünen Paprika und Karotten. Die schmecken hier übrigens auch etwas anders und vor allem besser - das erste Mal, dass ich Karotten in einem "Salat" mit Kartoffeln, Blumenkohl und Bechamelsauce bekommen habe, habe ich gefragt ob das Papayas sind, wegen der Farbe. War zwar auch unlogisch, aber das einzige woran ich denken konnte, obwohl es natürlich nicht nach Papaya geschmeckt hat. Der obligatorische Reis (normalerweise mindestens doppelt so viel) und noch ein Chuclo-Kolben kamen auch noch dazu. Da sieht man noch mal ganz gut, dass der Mais hier weiß und etwas größer ist. Es schmeckt schon auch nach Mais aber nur schwach und auch irgendwie anders, finde ich sehr schwer zu beschreiben. Die Portion ist übrigens nur so klein, da niemand da war und ich für mich alleine gegessen habe. Hat mir dann aber trotz Suppe vorher nicht gereicht (wie schnell man sich an die Riesenportionen gewöhnen kann) und ich habe mir noch mal nachgenommen und sogar etwas von dem Ecuadorianischen weißen, weichen, milden (also genau mein Geschmack) Käse drübergeschnitten. Der ist hier übrigens sehr oft aus Ziegenmilch, diese Version schmeckt mir noch mal um einiges besser als die Kuhmilchversion :) Dazu der Rest von einem Erdbeerbatida (Jugo ist mit Wasser, Batida mit Milch) den es zum Frühstück gab. Bis jetzt mein Favorit von allen superleckeren, frischen Säften!
Diese werden aus den Tonnen an Früchten, die es hier natürlich immer gibt hergestellt. Auf dem Bild seht ihr vllt ein Drittel an allem Obst und Gemüse, dass im Moment im Haus ist. Bananen, Äpfel, Mandarinen, Wassermelone, Ananas, Papaya und vorne eine Kochbanane (mein absoluter Favorit zum Frühstück und als Beilage), Baumtomaten und eine Avokado.
Das ist das Haus, in dem ich jetzt (hoffentlich wirklich) für den Rest des Jahres wohnen werde. Die Dächer hier in der Community sind aus Metall, dh beim Regen ist es sehr laut und man denkt es schüttet, dabei tröpfelt es nur ein bisschen.
Die Häuser auf der anderen Straßenseite finde ich eigentlich noch etwas süßer - das Altrosa harmoniert so schön kitschig mit dem Türkisgrün der Dächer und Türen ;)
Der Blick auf meine Straße - so in etwa sieht es in der ganzen Community aus (dass die sehr groß ist sollte euch ja schon aufgefallen sein, als ich meinte dass ich da jeden Tag 10 min durchlaufen muss :P ). Sehr sauber, sehr ruhig, sehr langweilig aber eben auch sicher. Da das ja nur mein Wohnort ist stört mich das aber nicht so sehr ;)
Vorne sieht man das Wohnzimmer, hinten das Esszimmer.
Rechts neben dem Esszimmer ist dann die Küche, auch mit Gasherd :) wie man sieht keine "Showküche" wie das bei der anderen Familie ja so ein bisschen der Fall war. Am Kühlschrank sind alles Gastfamilie von vorherigen Volunteers, ich finde es richtig schade, dass meine Gastgeschenke natürlich die andere Familie hat. Vor allem da ich einen schönen Schal in verschiedenen Blautönen und ein wunderschönes Miniportmonnaie am Anfang geschenkt bekommen habe!
Mein temporäres Zimmer (eigentlich das von Berny). Warum temporär? Seit heute sind nämlich 2 Kurzzeitfreiwillige auch in der Familie, die haben das eigentliche "Volunteer-Zimmer). Wenn die wieder weg sind, ziehe ich dann in das Riesen-Zimmer unterm Dach um. Das wird lustig und laut, aber auch sehr schön in der Regenzeit, denn ich mag dieses Geräusch.
Das ist das Zimmer unterm Dach, komplett kann ich das leider nicht aufs Foto kriegen. Also ist noch mal größer als es wirkt und hat rechts auch noch ein Schrägfenster, da werde ich wahrscheinlich das Bett drunterziehen ;)
Die anderen zwei Freiwilligen sind aber super nett und die erste Unterhaltung mit ihnen heute hat mir sehr gut gefallen. Ich denke wir werden für diese 3 bzw 6 Wochen gut miteinander auskommen, obwohl ich das Konzept von 3 Wochen Freiwilligendienst nicht so ganz verstehe, wenn man bedenkt dass ich schon 5,5 Wochen hier bin und die Zeit irgendwie wie im Flug verging.
Mit den beiden und mir leben jetzt im Moment 7 Frauen im Haus - bevor ich die kennengelernt habe hat die Mama vorhin mit mir auch gescherzt, dass wir eine Crew sind, die Amazonen :D Die eine der beiden ist auch Vegetarierin, also sind wir nur ein Tick unterrepräsentiert hier :P
Die "richtige" Arbeit im Projekt mit den Kindern seit 1,5 Wochen nun macht mir auch sehr viel Spaß, die Kinder sind einfach supersüß und am Freitag hat niemand mehr auch nur kurz geweint. Wir singen, tanzen, spielen, essen mit den Kindern, das alles hat aber schon auch lernerischen Hintergrund und ich denke, dass das Programm während dieses Jahres auch noch strikter und schulischer wird. Denn von einem Kindergarten kann nicht die Rede sein - die Kinder haben ihren festen Platz an Gruppentischen und die Lehrerin ist schon auch ziemlich streng - eiegntlich viel zu streng für meinen Geschmack. Eine Sache, die aber nicht nur an meiner Schule so war, hat mich im besonders gestört und in meinem Kopf ganz laut aufschreien lassen: Es ging darum, woran man erkennen kann, was ein niño und was eine niña ist. Die niñas haben lange Haare, Ohrringe, Haargummis und die niños alle kurze Haase und keine Ohrringe bzw Schmuck. AAAAHHRG!!! Das ist aber das relativ typische Bild hier in Ecuador, dass es allerdings 3-jährigen schon so formell beigebracht wurde fand ich wirklich erschreckend. Ich glaube allerdings nicht, dass es bringt deswegen mal mit der Lehrerin zu reden (geschweige denn davon, dass meine Spanischkenntnisse für so eine Diskussion auch nicht wirklich ausreichend sind). Ich denke ich werde versuchen, dass im persönlichen Gespräch mit den Kindern etwas geradezubiegen bzw in den älteren Klassen eine Englischstunde über dieses Thema zu machen. Mal sehen. Ich will natürlich nicht das Konzept der Schule ändern, aber dass in den Kinderköpfen so stehen zu lassen behagt mir ganz und gar nicht. In solchen Momenten bedauer ich sehr meine Ohrringe und langen Dreads zu haben, auch wenn die natürlich auch nicht dem "normalen" Schönheitsideal entsprechen. Ohne wäre das aber bestimmt einfacher zu erklären :P Ich war auch schon in ein paar mehr Klassen als Vertrungslehrerin und muss sagen, dass mir dass sogar besser gefällt als mit den (natürlich supersüßen) 3-jährigen, denn da ist es zwar süß aber nicht wirklich fordernd, da ich natürlich auch nicht allein mit denen bin. Und spätestens nachdem ich das 20 Mal einem Kind den Hintern abgewischt habe bin ich auch etwas genervt von denen. Deswegen freue ich mich auch in 2,5 Wochen dann mit dem richtigen Unterricht bei den älteren anzufangen und hoffe, auch öfters mit einer Klasse alleingelassen zu werden. Denn irgendwie finde ich nur danebensitzen und ein bisschen helfen etwas langweilig. Das Projekt ist allerdings mit meiner Arbeit sehr zufrieden, mir wurde heute gesagt ich sei fleißig und leiste gute Arbeit. Ich denke da werden sie auch nichts dagegen haben wenn ich etwas später auch noch mehr Arbeit übernehmen will ;)
Das ist ein Beispiel für typisch Ecuadorianisches Essen - nur das das Fleisch (meistens Pollo) natürlich fehlt. Oben eine Suppe mit Kartoffeln, Nudeln, Käse (der in der Suppe weich wird un leicht schmilzt.. hmmmm), Blattspinat, Karotten und (mein erstes mal in dieser Familie) Koriander. Ohne den wäre die Ecuadorianische Küche echt unvollkommen - stört mich nicht, denn ich lieeeeebe Koriander und finde es sehr schade dass es den bei uns wegen einer Abneigung meines Vaters sehr selten gibt. Deswegen finde ich es auch sehr schade, hier in der Familie noch nicht so viel Koriander aufgetischt bekommen zu haben - Berny mag ihn nicht so gerne und meine Mama, die ihn auch liebt hat am Sonntag vergessen Koriander zu kaufen. Auf dem zweiten Bild seht ihr einen Salat aus Chuclos (ecuadorianischen Mais) rote Bohnen die Kidneybohnen ähnleln (oder vllt auch Kidneybohnen sind), Blattsalat, Kartoffeln, Tomaten, grünen Paprika und Karotten. Die schmecken hier übrigens auch etwas anders und vor allem besser - das erste Mal, dass ich Karotten in einem "Salat" mit Kartoffeln, Blumenkohl und Bechamelsauce bekommen habe, habe ich gefragt ob das Papayas sind, wegen der Farbe. War zwar auch unlogisch, aber das einzige woran ich denken konnte, obwohl es natürlich nicht nach Papaya geschmeckt hat. Der obligatorische Reis (normalerweise mindestens doppelt so viel) und noch ein Chuclo-Kolben kamen auch noch dazu. Da sieht man noch mal ganz gut, dass der Mais hier weiß und etwas größer ist. Es schmeckt schon auch nach Mais aber nur schwach und auch irgendwie anders, finde ich sehr schwer zu beschreiben. Die Portion ist übrigens nur so klein, da niemand da war und ich für mich alleine gegessen habe. Hat mir dann aber trotz Suppe vorher nicht gereicht (wie schnell man sich an die Riesenportionen gewöhnen kann) und ich habe mir noch mal nachgenommen und sogar etwas von dem Ecuadorianischen weißen, weichen, milden (also genau mein Geschmack) Käse drübergeschnitten. Der ist hier übrigens sehr oft aus Ziegenmilch, diese Version schmeckt mir noch mal um einiges besser als die Kuhmilchversion :) Dazu der Rest von einem Erdbeerbatida (Jugo ist mit Wasser, Batida mit Milch) den es zum Frühstück gab. Bis jetzt mein Favorit von allen superleckeren, frischen Säften!
Diese werden aus den Tonnen an Früchten, die es hier natürlich immer gibt hergestellt. Auf dem Bild seht ihr vllt ein Drittel an allem Obst und Gemüse, dass im Moment im Haus ist. Bananen, Äpfel, Mandarinen, Wassermelone, Ananas, Papaya und vorne eine Kochbanane (mein absoluter Favorit zum Frühstück und als Beilage), Baumtomaten und eine Avokado.
Das ist das Haus, in dem ich jetzt (hoffentlich wirklich) für den Rest des Jahres wohnen werde. Die Dächer hier in der Community sind aus Metall, dh beim Regen ist es sehr laut und man denkt es schüttet, dabei tröpfelt es nur ein bisschen.
Die Häuser auf der anderen Straßenseite finde ich eigentlich noch etwas süßer - das Altrosa harmoniert so schön kitschig mit dem Türkisgrün der Dächer und Türen ;)
Der Blick auf meine Straße - so in etwa sieht es in der ganzen Community aus (dass die sehr groß ist sollte euch ja schon aufgefallen sein, als ich meinte dass ich da jeden Tag 10 min durchlaufen muss :P ). Sehr sauber, sehr ruhig, sehr langweilig aber eben auch sicher. Da das ja nur mein Wohnort ist stört mich das aber nicht so sehr ;)
Vorne sieht man das Wohnzimmer, hinten das Esszimmer.
Rechts neben dem Esszimmer ist dann die Küche, auch mit Gasherd :) wie man sieht keine "Showküche" wie das bei der anderen Familie ja so ein bisschen der Fall war. Am Kühlschrank sind alles Gastfamilie von vorherigen Volunteers, ich finde es richtig schade, dass meine Gastgeschenke natürlich die andere Familie hat. Vor allem da ich einen schönen Schal in verschiedenen Blautönen und ein wunderschönes Miniportmonnaie am Anfang geschenkt bekommen habe!
Mein temporäres Zimmer (eigentlich das von Berny). Warum temporär? Seit heute sind nämlich 2 Kurzzeitfreiwillige auch in der Familie, die haben das eigentliche "Volunteer-Zimmer). Wenn die wieder weg sind, ziehe ich dann in das Riesen-Zimmer unterm Dach um. Das wird lustig und laut, aber auch sehr schön in der Regenzeit, denn ich mag dieses Geräusch.
Das ist das Zimmer unterm Dach, komplett kann ich das leider nicht aufs Foto kriegen. Also ist noch mal größer als es wirkt und hat rechts auch noch ein Schrägfenster, da werde ich wahrscheinlich das Bett drunterziehen ;)
Die anderen zwei Freiwilligen sind aber super nett und die erste Unterhaltung mit ihnen heute hat mir sehr gut gefallen. Ich denke wir werden für diese 3 bzw 6 Wochen gut miteinander auskommen, obwohl ich das Konzept von 3 Wochen Freiwilligendienst nicht so ganz verstehe, wenn man bedenkt dass ich schon 5,5 Wochen hier bin und die Zeit irgendwie wie im Flug verging.
Mit den beiden und mir leben jetzt im Moment 7 Frauen im Haus - bevor ich die kennengelernt habe hat die Mama vorhin mit mir auch gescherzt, dass wir eine Crew sind, die Amazonen :D Die eine der beiden ist auch Vegetarierin, also sind wir nur ein Tick unterrepräsentiert hier :P
Die "richtige" Arbeit im Projekt mit den Kindern seit 1,5 Wochen nun macht mir auch sehr viel Spaß, die Kinder sind einfach supersüß und am Freitag hat niemand mehr auch nur kurz geweint. Wir singen, tanzen, spielen, essen mit den Kindern, das alles hat aber schon auch lernerischen Hintergrund und ich denke, dass das Programm während dieses Jahres auch noch strikter und schulischer wird. Denn von einem Kindergarten kann nicht die Rede sein - die Kinder haben ihren festen Platz an Gruppentischen und die Lehrerin ist schon auch ziemlich streng - eiegntlich viel zu streng für meinen Geschmack. Eine Sache, die aber nicht nur an meiner Schule so war, hat mich im besonders gestört und in meinem Kopf ganz laut aufschreien lassen: Es ging darum, woran man erkennen kann, was ein niño und was eine niña ist. Die niñas haben lange Haare, Ohrringe, Haargummis und die niños alle kurze Haase und keine Ohrringe bzw Schmuck. AAAAHHRG!!! Das ist aber das relativ typische Bild hier in Ecuador, dass es allerdings 3-jährigen schon so formell beigebracht wurde fand ich wirklich erschreckend. Ich glaube allerdings nicht, dass es bringt deswegen mal mit der Lehrerin zu reden (geschweige denn davon, dass meine Spanischkenntnisse für so eine Diskussion auch nicht wirklich ausreichend sind). Ich denke ich werde versuchen, dass im persönlichen Gespräch mit den Kindern etwas geradezubiegen bzw in den älteren Klassen eine Englischstunde über dieses Thema zu machen. Mal sehen. Ich will natürlich nicht das Konzept der Schule ändern, aber dass in den Kinderköpfen so stehen zu lassen behagt mir ganz und gar nicht. In solchen Momenten bedauer ich sehr meine Ohrringe und langen Dreads zu haben, auch wenn die natürlich auch nicht dem "normalen" Schönheitsideal entsprechen. Ohne wäre das aber bestimmt einfacher zu erklären :P Ich war auch schon in ein paar mehr Klassen als Vertrungslehrerin und muss sagen, dass mir dass sogar besser gefällt als mit den (natürlich supersüßen) 3-jährigen, denn da ist es zwar süß aber nicht wirklich fordernd, da ich natürlich auch nicht allein mit denen bin. Und spätestens nachdem ich das 20 Mal einem Kind den Hintern abgewischt habe bin ich auch etwas genervt von denen. Deswegen freue ich mich auch in 2,5 Wochen dann mit dem richtigen Unterricht bei den älteren anzufangen und hoffe, auch öfters mit einer Klasse alleingelassen zu werden. Denn irgendwie finde ich nur danebensitzen und ein bisschen helfen etwas langweilig. Das Projekt ist allerdings mit meiner Arbeit sehr zufrieden, mir wurde heute gesagt ich sei fleißig und leiste gute Arbeit. Ich denke da werden sie auch nichts dagegen haben wenn ich etwas später auch noch mehr Arbeit übernehmen will ;)
Montag, 8. September 2014
Quilotoa
Wie schon erzählt war ich letztes Wochenende auf meinem ersten Wochenendtrip hier in Ecuador in Quilotoa, einer Lagune in einem Vulkankrater. Wie ich ausgerechnet auf Quilotoa als meinen ersten Trip komme und nicht auf das (übrigens Ziel der meisten für ihren ersten Trip) nur wenig entfernte Mindo oder nach Otavallo oder so? Ganz einfach, mein supercooler Mentor Manu hat mich eingeladen auf den Trip mit seinen Freunden mitzukommen. Außer 6 seiner Freunde war auch noch ein weiterer Freiwilliger, Ferdi der inzwischen in Ambato wohnt und arbeitet mit dabei, insgesamt waren wir also 9 Leute. Schon allein der Weg hin, den ich mit Manu, Byron und Andrea bestritten habe war ein Abenteuer (und viel länger als geplant) für sich. Zuerst einmal habe ich mich mit Manu an der Estacion Rio Coca getroffen um von dort aus 2 verschiedene Busse nach Quitumbe, dem größten Busterminal weit im Süden von Quito zu nehmen, das hat schon mal eine Stunde gedauert (1,5 da Manu eine halbe Stunde zu spät kam. Sehr pünktlich nach Ecuadorianischer Zeitrechnung. Ich war natürlich mit meiner von meiner Mama übernommen Überpünktlichkeit 10 min zu früh da - obwohl ich noch beim 5 min entfernten Bäcker war :P) Dort sind wir dann - nach weiterer Wartezeit - auf Byron und Andrea gestoßen und haben alles außer unserer Rucksäcke (Schlafsäcke, Zelte, Manu's Gitarre ect.) in das Auto weiterer Freunde geladen. Dann gings in den Bus 1,5 Stunden über die Panamerikana nach Latacunga (wo wir uns eigentlich mit Ferdi treffen wollten, der dann aber doch mit den Freunden im Auto mitgenommen wurde. Da Byron meinte, es sei lustiger und abenteurlicher wenn wir den Rest des Weges trampen würden, haben wir uns gegen den weiteren Bus entschieden und sind die Straße Richtung Puchilí gelaufen und haben fleißig den Daumen rausgestreckt wenn ein Truck kam (da wir zu viert waren gab es natürlich nur die Möglichkeit auf der Ladefläche mitzufahren, sonst gibt es ja kein Auto das noch 4 freie Plätze hat). Nach ungefähr 15 min hatten wir Glück und ein Truck hat uns nach Pujilí mitgenommen, ein ca. 10 Kilometer entferntes Städtchen auf dessen Markt wir noch Früchte, Wasser und selbstgebrannten Rum ("Purro") gekauft haben.
Dann sind wir endlich am Kraterrand angekommen, wo wir dann auch auf die anderen und unser restliches Gepäck gestoßen sind. Der Blick auf die Lagune war, obwohl es sogar eher wolking (und seeeeeeeehr windig) war atemberaubend. Das Wasser schimmert in Tönen von Dunkelblau bis Türkis und mit jedem Windstoß verändert sich die Schattierung. Die Fotos werden dem eigentlichen Ausblick absolut nicht gerecht, die Google Bilder, die photoshopped aussehen wenn man die Lagune nicht kennt schon viel eher! Der Abstieg zur Lagune auf dem Staubweg ging relativ schnell (dreiviertel Stunde in meinem Tempo, 10 min wenn man runtergerannt ist wie die meisten :P), man ist nur ein paar mal ausgerutscht und hingefallen. War einfach ziemlich steil und sandig/staubig ist. Um halb 5/5 waren wir dann unten an der Lagune angekommen (man bedenkt, dass wir um 8 bei Rio Coca verabredet waren und man laut Manu 3-4 Stunden dahin braucht). Dann hieß es erst mal Feuerholz sammeln (ein eher schwieriges Unterfangen da mangelnder Bäume) und Zelte aufbauen. Insgesamt hatten wir 3 relativ kleine Zelte. Das 4. (und größte) rote Zelt, dass ihr auf dem Foto sehen könnt, gehörte 4 Mädels die Byron eingeladen hatte doch mit uns zu zelten.
Nachdem dies erledigt wurde (und es dann auch ziemlich schnell dunkel war) wurde das Feuer angemacht, der Rum heißgemacht und mit Limone verfeinert (Canelazos (heißer Rum mit Saft) für Leute die keinen Saft mitschleppen wollten) - immer noch zu ekelhaft für meine Zunge! Später wurden auch YumYums gekocht, die Mädels hatten auch ein riesiges Fleischangebot und Marshmallows dabei, beides nichts für mich als Vegetarierin. Hungern musste ich trotzdem nicht :D Da ja auch schon früh angefangen wurde zu trinken waren alle auch schon so um 9 betrunken, wo es dann langsam etwas nervig für mich wurde - mich nerven sehr betrunkene Leute immer, und wenn ich relativ nüchtern dabei bin noch mehr :P. Die Begründung war meistens, dass sie gegen die Kälte trinken würden. Ist halt leider nur eine Illusion :P Da war ich mit meiner Leggins und 2 Hippiehosen, meinem Top, dünnem Pulli, FLießpullie und Winterjacke, auch mit FLieß drinne wohl schon besser dran - Schweinekalt war mir allerdings immer noch. Vor allem da es so windig war, dass uns manchmal fast die Zelte weggeflogen wären, hätten wir uns nicht in letzter Sekunde draufgeschmissen (wir hatten leider ein paar Heringe zu wenig dabei... 4 insgesamt um genau zu sein :P) Um halb 10 sind allerdings alle in die Zelte gekrochen, also musste ich die "Betrunkenen" nicht allzu lange aushalten.
Viel Schlaf haben wir allerdings trotzdem nicht gekriegt - zu 4. im Zelt dass schon für 3 Leute sehr eng gewesen wäre (umdrehen war eigentlich nicht möglich), ohne Isomatte (blauer Fleck am Hüftknochen, juhuuu) und ohne funktionierenden Reisverschluss in der Kälte. Da Ferdi und ich auch sehr groß für Ecuatorianische Verhältnisse sind hingen zudem unsere Füße aus dem Zelt :P Aber irgendwie gehört wenig Schlaf zu so einen Trip, vor allem wenn man campt ja auch dazu. Am nächsten Morgen wurden Früchte und Cracker gefrühstückt, Manu und Byron sind im See schwimmen gegangen (wär mir zu kalt gewesen) und dann wurden langsam auch die Zelte wieder eingepackt. Dann kam der unangenehmste Teil des Ausfluges - den Berg wieder hochzusteigen. Ich habe es aber entgegen meiner Erwartungen sogar ganz gut geschafft. Klar war ich langsam aber sogar erstaunlicherweise nicht die Langsamste. Sam, einer Manus Freundinnen hat sich auf halber Strecke einen Esel genommen (die den Staub sehr unangenehm aufgewirbelt haben), die einen für 8 Dollar die ganze Strecke den Berg hochtragen. Mit dem Gedanken habe ich vorher auch gespielt, bin aber sehr froh es auch ohne geschafft zu haben und mir das Geld gespart zu haben - vor allem da das die Kosten für den Trip fast verdoppelt hätte. Ja, der ganzen Trip inklusive Fahrt, Essen und Eintritt in den Nationalpark (?) habt nicht mehr als 10 Dollar gekostet, sehr erstaunlich meiner Meinung nach!
| Auf dem 1. Truck (von links nach rechts) Byron, Manu und Andrea |
| Auch auf dem 1. Truck, diesmal noch mit mir auf dem Foto ;) |
| Auf dem Truck Nr. 2 |
| Blick aus dem Truck Nr. 3 |
| Und auf dem Truck Nr. 4 :D |
| Endlich angekommen - der Blick auf die Lagune :) |
| Unsere Zelte und die Feuerstelle - Links das Zelt der Mädels, ganz rechts das Zelt in dem wir zu 4. (Andrea, Ferdi, Manu und ich) geschlafen haben |
| Der Sonnenuntergang mit fast Vollmond |
Freitag, 5. September 2014
Mein Projekt
Nebel über Cumbaya, heute morgen aus unserem Garten 20 Sekunden bevor ich losgelaufen bin fotografiert :) (so siehts ungefähr um viertel vor 6 aus. Ich muss zwar erst um 7:15 im Projekt sein, brauche aber 1,5 Stunden mit den Bussen dahin...)
Und dieser hübsche Kerl liegt auf dem Hügel den wir laufen müssen (tot). Ich hab mich sooo erschreckt, als ich den zum ersten Mal gesehen habe! Soll aber wohl nicht gefährlich sein...
Zum Projekt: Wie ich schon mal erwähnt habe glaube ich arbeite ich im "Instituto Suizo Carlos Alvarez Miño", eine Schule (bzw Vorschule oder Kindergarten auch) für Kinder von 3-12 Jahren. (Das stand in der Projektbeschreibung aber ein paar der Teenager die ich gesehen habe sind definitiv nicht nur 12 :P ). Seit Montag "arbeite" ich dort im Projekt - arbeiten in Anführungsstrichen da die Kinder mit denen ich am Anfang arbeite erst ab nächster Woche Montag kommen und wir deswegen diese Woche nur Deko und so gebastelt haben, kann man auf dem nächsten Bild teilweise in den Fenstern sehen :P
Dies ist der Teil der Schule (3-6 oder 7 Jahre glaube ich) in dem ich am Anfang arbeiten werde. Den ersten Monat arbeite ich nämlich nur mit den 3-jährigen zusammen, weil die am Anfang so viel Arbeit machen (pausenlos weinen, noch nicht mal alleine aufs Klo gehen können ect.) und meine Hilfe da dringend gebraucht wird. Danach bekommen ich dann einen richtigen Stundenplan, werde Englisch und Science (hab ich gefragt ob ich das machen kann und das ist kein Problem) unterrichten. Ich hätte eigentlich auch Lust bei Musik mitzumachen, da der Musiklehrer super nett und sympathisch ist, das muss ich dann zwar noch klären aber wird sich in dem Monat bestimmt einrichten lassen ;) Die Kleinen haben auch schon einmal die Woche Musik-Unterricht, ich denke da gehe ich dann eh mit da die Lehrerin mit der ich arbeite in der Zeit ja nichts zu tun hat und ich finde Zeit in der man nichts zu tun hat ziemlich langsam rum geht.
Ein Teil der bemalten Wände - jeder Freiwillige muss einen Teil bemalen, das wird also auch auf mich noch zukommen ;)
Der Schulhof und das Gebäude für die älteren Kinder. An der Wand steht: nos educamos los futuros líderes del Ecuador (we educate the future leaders of Ecuador). Das ist so eine der Sachen die mich etwas an der Schule stören, bevor ich überhaupt richtig angefangen habe. Das, und das montägliche Assembly wo zB. die Nationalhymne gesungen wird und die Kinder schön ordentlich und gerade in Reihen stehen müssen. Auch die Schuluniformen (hellila Polohemd, ungefähr die Farbe von den Wänden, Jeans bzw. Jeansrock und weiße Strumpfhose und beiger Pulli, die andere Farbe der Wände sowie schwarze Schuhe, alles außer letzteres nur mit Emblem von der Schule) die strikt und ordentlich eingehalten werden müssen lösen in mir nicht gerade Begeisterungsschreie aus. Der Leiter (der übrigens Deutsch kann weil seine Frau Schweizerin ist - ja genau, deswegen auch Instituto Suizo) sowie die Lehrer*innen sind allerdings ziemlich nett und ich will jetzt auf keinen Fall schlecht über das ganze Projekt urteilen bevor ich mit dem Unterricht überhaupt anfange. Und diese Sachen stören mich natürlich, aber es ist denke ich nicht meine Aufgabe mich da einzumischen und das Konzept der Schule verändern zu wollen (ob das überhaupt gehen würde ist die andere Frage...). Ich kann das schon ganz gut als "meiner Meinung nach nicht perfekt aber auch nicht meine Sache" akzeptieren und denke, dass ich trotz dieser Sachen mich in dem Projekt wohlfühlen werde! :)
Morgen fahre ich über das Wochenende nach Quilotoa mit meinem (supernetten und supercoolen) Mentor und seinen Freunden, sowie glaube ich einem anderen Freiwilligen. Das ist ein Vulkankrater in dem eine Lagune entstanden ist, da das Eis bei dem letzten Vulkanausbruch (1280, keine Sorge) geschmolzen ist (so hats mir jedenfalls mein Gastbruder erzählt). Wir werden dort direkt an der Lagune zelten und am Sonntag zurückwandern und -fahren. Der Bericht folgt dann irgendwann nächste Woche!
Und dieser hübsche Kerl liegt auf dem Hügel den wir laufen müssen (tot). Ich hab mich sooo erschreckt, als ich den zum ersten Mal gesehen habe! Soll aber wohl nicht gefährlich sein...
Zum Projekt: Wie ich schon mal erwähnt habe glaube ich arbeite ich im "Instituto Suizo Carlos Alvarez Miño", eine Schule (bzw Vorschule oder Kindergarten auch) für Kinder von 3-12 Jahren. (Das stand in der Projektbeschreibung aber ein paar der Teenager die ich gesehen habe sind definitiv nicht nur 12 :P ). Seit Montag "arbeite" ich dort im Projekt - arbeiten in Anführungsstrichen da die Kinder mit denen ich am Anfang arbeite erst ab nächster Woche Montag kommen und wir deswegen diese Woche nur Deko und so gebastelt haben, kann man auf dem nächsten Bild teilweise in den Fenstern sehen :P
Dies ist der Teil der Schule (3-6 oder 7 Jahre glaube ich) in dem ich am Anfang arbeiten werde. Den ersten Monat arbeite ich nämlich nur mit den 3-jährigen zusammen, weil die am Anfang so viel Arbeit machen (pausenlos weinen, noch nicht mal alleine aufs Klo gehen können ect.) und meine Hilfe da dringend gebraucht wird. Danach bekommen ich dann einen richtigen Stundenplan, werde Englisch und Science (hab ich gefragt ob ich das machen kann und das ist kein Problem) unterrichten. Ich hätte eigentlich auch Lust bei Musik mitzumachen, da der Musiklehrer super nett und sympathisch ist, das muss ich dann zwar noch klären aber wird sich in dem Monat bestimmt einrichten lassen ;) Die Kleinen haben auch schon einmal die Woche Musik-Unterricht, ich denke da gehe ich dann eh mit da die Lehrerin mit der ich arbeite in der Zeit ja nichts zu tun hat und ich finde Zeit in der man nichts zu tun hat ziemlich langsam rum geht.
Ein Teil der bemalten Wände - jeder Freiwillige muss einen Teil bemalen, das wird also auch auf mich noch zukommen ;)
Der Schulhof und das Gebäude für die älteren Kinder. An der Wand steht: nos educamos los futuros líderes del Ecuador (we educate the future leaders of Ecuador). Das ist so eine der Sachen die mich etwas an der Schule stören, bevor ich überhaupt richtig angefangen habe. Das, und das montägliche Assembly wo zB. die Nationalhymne gesungen wird und die Kinder schön ordentlich und gerade in Reihen stehen müssen. Auch die Schuluniformen (hellila Polohemd, ungefähr die Farbe von den Wänden, Jeans bzw. Jeansrock und weiße Strumpfhose und beiger Pulli, die andere Farbe der Wände sowie schwarze Schuhe, alles außer letzteres nur mit Emblem von der Schule) die strikt und ordentlich eingehalten werden müssen lösen in mir nicht gerade Begeisterungsschreie aus. Der Leiter (der übrigens Deutsch kann weil seine Frau Schweizerin ist - ja genau, deswegen auch Instituto Suizo) sowie die Lehrer*innen sind allerdings ziemlich nett und ich will jetzt auf keinen Fall schlecht über das ganze Projekt urteilen bevor ich mit dem Unterricht überhaupt anfange. Und diese Sachen stören mich natürlich, aber es ist denke ich nicht meine Aufgabe mich da einzumischen und das Konzept der Schule verändern zu wollen (ob das überhaupt gehen würde ist die andere Frage...). Ich kann das schon ganz gut als "meiner Meinung nach nicht perfekt aber auch nicht meine Sache" akzeptieren und denke, dass ich trotz dieser Sachen mich in dem Projekt wohlfühlen werde! :)
Morgen fahre ich über das Wochenende nach Quilotoa mit meinem (supernetten und supercoolen) Mentor und seinen Freunden, sowie glaube ich einem anderen Freiwilligen. Das ist ein Vulkankrater in dem eine Lagune entstanden ist, da das Eis bei dem letzten Vulkanausbruch (1280, keine Sorge) geschmolzen ist (so hats mir jedenfalls mein Gastbruder erzählt). Wir werden dort direkt an der Lagune zelten und am Sonntag zurückwandern und -fahren. Der Bericht folgt dann irgendwann nächste Woche!
Montag, 1. September 2014
Viele Bilder anstatt vieler Worte - ich bin faul
Irgendwie war diese Woche eine Feierwoche :P Dienstag und Freitag haben Ina, Moni und ich mit Inas Gastbruder und 2 seiner Freunde in der Wohnung von dem einen gechillt, Musik gehört, Bier getrunken, Salsa und Merengue getanzt und währrenddessen Spanisch gelernt - so mag ich das :D Leider war am Freitag Monis letzter Abend in Quito - sie absolviert ihre 6 Monate Freiwilligendienst in Cuenca. Deswegen hatte sie zum Glück auch eine Kamera dabei :P
Zusaätzlich zu den 2 mal "feiern" hatte mein Mentor am Donnerstag Geburtstag, da waren wir dann erst in einer Karaoke-Bar in der Altsstadt (in der Nähe seines Arbeitsplatzes) und sind dann in noch 3 weitere Bars ins Mariscal, dem "Partyviertel" (auch Gringolandia genannt :P ) gefahren. War schön kuschelig, zu 5. auf der Rückbank :P Am Sonntag war ein ein weiteres kostenloses Open-Air Straßenfestival wo ich mit meinem Mentor war, an dem am Ende 2 Reggaebands gespielt haben - die einzige tanzende Gringa zu sein läuft :D Was ich cool am "Ecuadorianischen Feiern" finde, ist dass echt alles geteilt wird. Zu 5. hat nicht jeder sein eigenes Bier, sondern es sind höchstens 2 offen (Auf dem Bild oben sind 2 Flaschen leer, das war nur fürs Bild :P ) und die werden rumgereicht bis sie leer sind. Auch behält nicht jeder seine Kippe, sondern gibt die auch rum :)
Am Freitag haben wir mit allen Volunteers einen Ausflug in Quitos Altstadt gemacht.
| Moni und ich :) |
| Jorge, Moni, ic, Jorge Nr 2, Ina und Renato (Inas Bruder) |
Zusaätzlich zu den 2 mal "feiern" hatte mein Mentor am Donnerstag Geburtstag, da waren wir dann erst in einer Karaoke-Bar in der Altsstadt (in der Nähe seines Arbeitsplatzes) und sind dann in noch 3 weitere Bars ins Mariscal, dem "Partyviertel" (auch Gringolandia genannt :P ) gefahren. War schön kuschelig, zu 5. auf der Rückbank :P Am Sonntag war ein ein weiteres kostenloses Open-Air Straßenfestival wo ich mit meinem Mentor war, an dem am Ende 2 Reggaebands gespielt haben - die einzige tanzende Gringa zu sein läuft :D Was ich cool am "Ecuadorianischen Feiern" finde, ist dass echt alles geteilt wird. Zu 5. hat nicht jeder sein eigenes Bier, sondern es sind höchstens 2 offen (Auf dem Bild oben sind 2 Flaschen leer, das war nur fürs Bild :P ) und die werden rumgereicht bis sie leer sind. Auch behält nicht jeder seine Kippe, sondern gibt die auch rum :)
Am Freitag haben wir mit allen Volunteers einen Ausflug in Quitos Altstadt gemacht.
| Panecillo, Häuser im Kolonialstil, stinkender Citybus, enge Gasse - alles auf einem Bild :P |
| Ina, Moni und ich in La Ronda, einer alten Gasse |
| Panecillo noch mal näher |
| Basilika mitten in der Altstadt |
| La Ronda |
| Street Art Ecuadorianisch |
| Das ist übrigens der Hügel, den ich jeden Tag hochlaufen muss. Sieht auf dem Foto irgendwie nicht so steil aus wie er ist ;) |
| Street Art Ecuadorianisch Nr.2 |
| Sonntag und ich waren Johanna und ich im Botanischen Garten. Ich sag nur tausende von Orchideen, manche davon kleiner als ein Fingernagel. Ein Teil der Bilder findet ihr hier! :) |
Montag, 25. August 2014
Spanischkurs, Pequeño Otavalo, Mitad del Mundo, Musik, Transport/Verkehr ect.
Der Cotopaxi in der Abendsonne (und ein Vogel). Leider kommt es auf dem Bild nicht so schön gelb strahlend rüber wie es eigentlich war!
Neues Thema: Wie zu erwarten bin ich im Basic-Spanischkurs - ich konnte ja auch vorher gar nichts :P Das hat sich in den 5 Tagen Unterricht die ich bis jetzt hatte (Freitag ist immer ein Ausflug mit VASE anstatt Kurs) schon ein bisschen geändert! Richtige Gespräche über alles mögliche fallen mir zwar immer noch schwer (bzw sind eher unmöglich), aber ich kann schon auf Fragen antworten, kleine Texte (zB über meine Familie) schreiben, viele Adjektive und Verben (sogar unregelmäßige!) ect. Was es schwer macht ist vor allem das wir uns bis jetzt nur in Gegenwart verständigen können, Vergangenheitsform hatten wir noch nicht. Natürlich ist der Unterricht auch ziemlich anstrengend, aber unsere Lehrerin bemüht sich sehr ihn angenehm zu gestalten (heute hat sie zB Witze und Rätsel, ähnlich wie Black Stories erzählt, wir müssen Bilder beschreiben, heute als Hausaufgabe kleine Theaterstücke in Dialogform vorbereiten) und er ist sehr gut strukturiert, was das Folgen und Merken einfacher macht. Ich finde die Basics bis jetzt echt nicht schwer, sich nur alle (sehr viele!) neue Vokabeln auch zu merken ist eher das Problem.
Am Dienstag bin ich mit Neele, Max, Brad (aus den USA) und Laura (aus Finnland) nach Pequeño Otavala (klein-Otavalo), einem Markt für Touris wo wie in Otavalo viele indigene Sachen (vor allem Klamotten) verkauft werden. Obwohl es natürlich echt ein Touri-Angebot ist, war es zu Glück gar nicht voll und man konnte sich die Sachen relativ entspannt anschauen. Ich habe mir einen tollen (sehr farbenfrohen) Alpaca-Pulli gekauft - leider immer noch zu teuer, obwohl ich ihn von 22 auf 15 Dollar runterhandeln konnte (eigentlich soll man immer mindestens die Hälfte erreichen...). Die 15 Dollar waren's mir dann aber wert, da er sogar an den Armen gerade so gepasst hat. Generell sind Klamotten hier ein Thema in meiner Größe. Ich hatte mal in nem Laden nach einer weiteren Jeans geschaut - die größte Größe war viel zu weit aber immer noch zu kurz :P
Am Freitag waren wir mit VASE bei Mitad del Mundo, der Mitte der Welt. Nicht beim Monument (das ist nämlich 240 m entfernt von der wirklichen Mitte), sondern bei einem Museum an der wirklichen Mitte, das sich auch über indigene Kulturen beschäftigt hat und woher sie wussten, dass sie hier in der Mitte der Welt sein müssen.
Das sind Johanna und ich - sie auf der Nordhalbkugel und ich auf der Südhalbkugel ;)
Eins der Experimente (von speziellen Sonnenuhren abgesehen) war, wie das Wasser abfließt (genau auf dem Äquator bildet sich nämlich kein Strudel!). Um mir die Schreibarbeit (und dem Internet die Arbeit meine Videos hochzuladen) zu ersparen, habe ich euch ein Youtube-Video von dem exakten Experiment rausgesucht.
Genau in der Mitte kann man auch (mit etwas Geduld) ein Ei auf einem Nagel balancieren lassen.
Wie man hier sieht hat Neele es geschafft! (Ich nicht :P)
Ein Bein auf der Südhalbkugel und ein Bein auf der Nordhalbkugel ;)
Danach waren wir noch mit allen Freiwilligen was in einem Restaurant in der Nähe essen - das war die Vegetarische Platte Nummer 1 (ein Wunder, 2 vegetarische Platten!!). Im Hintergrund sieht man noch klein den dunkelroten Mora-Saft - sehr lecker, wie eigentlich alle Säfte hier! Selbst Ananassaft (den ich aus der Tüte gar nicht leiden kann) ist superlecker. Klar, das es einen Unterschied macht ob der frisch oder nicht ist Generell ist Vegetarisch essen zwar unüblich aber kein großes Problem!
An dem Abend war auch die standesamtliche Hochzeit von meiner Gastschwester. Wir hatten mit der Familie ausgemacht, dass es kein Problem ist die formelle Zeremonie wegen Mitad del Mundo zu verpassen (sonst wären wir auch nicht mitgekommen, dahin wären wir bestimmt noch mal gekommen..), wir danach nach Hause fahren, uns dann umziehen und uns dann melden. Als wir fertig waren hies es dann, sie fangen gerade an zu essen, essen aber locker noch 2 Stunden, wir sollen also ruhig kommen. Hat mir gefreut, denn ich hatte auch da schon ganz schon Hunger. Also haben wir die 7 Dollar für ein Taxi bezahlt (mit unseren Mittelschicken Kleidern, für meine Verhältnisse eher schon overdressed) wollten wir nämlich keinen Bus fahren, außerdem hätte es noch viel länger gedauert. Als wir dann ca. eine Dreiviertelstunde später ankamen, waren sie gerade fertig mit Essen und wir sind in die Altstadt gefahren um Hochzeitsfotos zu machen. (Von allem wussten wir natürlich vorher nichts). Es war natürlich schon dunkel und deswegen auch ziemlich kalt - vor allem in nur einem Kleid, einer Feinstrumpfhose und einem Cardigan. Da die Fotos dann auch noch 2 Stunden gedauert haben, war Johanna und mir am Ende schweinekalt, Gänsehaut am ganzen Körper und gezittert haben wir auch. Mir war außerdem auch schon richtig schlecht vor Hunger. Als wir danach noch in ein Restaurant gegangen sind (eigentlich nur für Getränke und ein paar Kleinigkeiten) durften wir uns dann aber natürlich noch was richtiges bestellen. (Da mir aber schon so schlecht war habe ich nur eine Kartoffelsuppe runterbekommen). Auch wurde mir während der gesamten Zeit im Restaurant und auch auf der Fahrt nach Hause nicht wieder warm. Erst wieder im Bett mit zusätzlicher Fließdecke und Heizung wurde es wieder warm ;)
Zu der Musik hier kann man sagen, dass mich vor allem die Musik in der Gastfamilie ziemlich nervt. Typische Mainstream-Clubmucke eben. Gestern Abend war ich aber mit meinem Mentor auf einem Konzert (Full Folk hieß es, eher ein Festival und auch kostenlos), wo vor allem mir die zweite Band die wir gehört haben gut gefallen hat. Novalima hießen sie (aus Peru) und laut Manu (meinem Mentor) haben sie einen Mix aus Latino-Musik und Reggae gespielt. Ganz egal wie genau man es nennt- die Stimmung war auf jeden Fall super und die Musik hat einen direkt in Tanzlaune gebracht!
Das wars mal wieder für letzte Woche!
Jana
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