Sonntag, 17. August 2014

Gastfamilia

 Zur Gastfamilie kann man erstmal sagen, dass es absolut nicht das ist, was ich erwartet und erhofft habe. Ich wohne mit einer anderen deutschen Freiwilligen namens Johanna in Miravalle, das liegt zwischen Cumbaya (dem allerreichstens Viertel) und Quito. Und ja, unsere Gastfamilie hat auf keinen Fall Geldsorgen. Johanna und ich wohnen in einer eigenen kleinen Wohnung auf dem Grundstück, teilen uns zwar ein Schlafzimmer, haben aber auch ein Wohnzimmer, ein Bad und eine Küche. Die Familie Flores hat 4 Autos (ein kleines von meinem 24 Jahre alten Gastbruder Demian der Architektur studiert, ein großes Auto um Sachen zu tranportieren, und 2 fette Schlitten) und im Haupthaus alles was man eigentlich überhaupt nicht braucht. Ein Fernsehzimmer mit gefühlt hunderten von DVDs, ner Playstation und Netflix, ein Billiardraum, ein Raum mit Fitnessgeräten, eine Whirlpool-Badewanne ect. Draußen ist auch ein Volleyballfeld, und so Sachen wir Internet und Waschmaschine, wo ich vorher echt damit gerechnet habe, dass es sein kann das ich das nicht haben werde sind natürlich selbstverständlich. Das ist hier eher ein Kulturschock in die andere Richtung als ich erwartet hätte! Das einzige worüber ich mich echt freue ist die Dachterasse, von der man einen Superausblick hat und wenn es klar ist sogar den Cotopaxi sehen kann.
Dies ist der Sonnenunterang gestern Abend von der Dachterasse!

 Außerdem hat die Famile 3 Hunde, einen jungen Husky loco, der immer an jedem hochspringt und jeden abschleckt. Daran muss ich mich erst noch gewöhnen :P Die anderen 2 sind superlieb, ein junger Schnauezer und ein alter Golden Retriever,  mit dem ich am besten klarkomme :)
Heute sind wir mit den Hunden in einen Nationalpark neben dem Haus gefahren und dort Spazierenzugehen, da haben wir auch Alpacas gesehen :) Landschaftlich war es dort nicht sehr spannend, da es im Moment sehr trocken ist und der Nationalpark auch noch höher als Quito liegt.

Und gerade eben war es klar genug um den ersten Blick auf den Cotopaxi (Quitos "Hausvulkan") zu erhaschen!!

Übrigens gab es nicht nur das eine Erdbeben (worüber wie mir mehrfach erzählt wurde auch weltweit berichtet wurde) sondern wohl bis zu 100, gefühlt habe ich davon aber nur 3. Als ich gehört habe, dass es mindestens 2 Tote gegeben hat, fand ich es natürlich nicht mehr so amüsant wie am Anfang, obwohl das Gefühl immer noch komisch und auch irgendwie lustig ist. Die Regierung hat jetzt sogar Veranstaltungen von über 50 Personen untersagt, da fallen wir mit dem Spanischkurs gerade noch drunter glaube ich. Allerdings hat das Geologische Institut gleichzeitig sozusagen "Entwarnung" gegeben, die Leute sollen sich nicht aufregen und wissenschaftlich ist nicht bewiesen das eine so hohe Gefahr wie das wohl manche Bürger darstellen davon ausgeht. Das Epizentrum ist allerdings in der Nähe meines Projektes in dem ich in 2 Wochen anfangen werde zu arbeiten, dort spürt man natürlich auch die leichteren Erdbeben auch stärker. Da das aber erst in 2 Wochen ist mache ich mir jetzt darüber noch keine Sorgen :)
Bis bald, wenn ich noch mehr zu berichten habe,
Jana
PS.: ein Foto meiner Gastfamilie kriegt ihr wenn ich eins gemacht habe! :P

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