Dienstag, 4. November 2014

Cuenca

So und diesmal bin ich nicht so faul und schreibe den Eintrag schon schnell nach dem Wochenende ;)
Letztes Wochenende waren wir - wie der Titel schon ankündigt - in Cuenca. Grund das das möglich war, ist das in Ecuador der 3. November (dieses Jahr ein Montag) Feiertag ist und sich deswegen die 8-10 stündige Fahrt nach Cuenca lohnt. Ina und ich haben uns am Freitag nach der Schule (wo es wegen Allerheiligen Guagua gesprochen Wawa -Baby auf Quichua- de Pan, also Brot in Form eines Babys und Colada Morada, ein lilanes Heißgetränk aus gekochten Früchten und lila Maisstärke das das Blut symbolisieren soll gab) auf den Weg nach Quitumbe, dem großen Busbahnhof weit im Süden von Quitp gemacht. Unsere Bustickets hatten wir schon am Dienstag davor gekauft - dieses Wochenende ist nämlich nicht nur verlängert gewesen, nein auch die Fiesta de Cuenca wegwegen natürlich einige Leute nach Cuenca wollten. Da unser Bus aber schon um 2 fuhr (Inas Schule hatte nur bis 10 Unterricht und ich durfte um 11 gehen) hatten wir aber Glück und keinen Stau. Generell hatten wir auch einen sehr angehnehmen Bus mit Toilette, mehr Platz zum Beineausstrecken als gewohnt und keiner zu kalt eingestellten Klimaanlage. War dafür zwar etwas warm aber besser als schweinekalt. Und es liefen natürlich mal wieder irgendwelche komischen Actionfilme aber da ich "Harry Potter y el cáliz de fuego" dabei hatte, haben die mich eh nicht interessiert. (Kurze Notiz am Rande: Ich habe ja vor 1,5 bis 2 Monaten auch schon den dritten Harry Potter Band auf Spanisch gelesen und eigentlich nur verstanden weil ich das Buch wirklich in und auswendig kann. Da merke ich jetzt schon eine eindeutige Verbesserung! Generell sind normale Gespräche, selbst mal über z.B. Politik kein großes Problem mehr, obwohl mir natürlich noch einiges an Wortschatz und Grammatik fehlt.) Zwischendurch haben wir noch eine CD mit 150 spanischen Protestliedern für einen Dollar gekauft - auf die Musik bin ich mal gespannt ;)
 Gegen halb 6 rum schaue ich aus dem Fenster und was sehe ich - einen unglaublich gut sichtbaren Vulkan.  Nach kurzem Blick auf die Karte und der Erkenntnis das wir nahe Riobamba sind ist klar, dass dies der Chimborazo sein muss!! ;)
Fotografiert aus dem Bus
 Bei einer Tankpause ca. 45 min später ist er dann noch mal im Abendlicht zu sehen - unglaublich!
Außerdem haben wir einen wahrscheinlich Bauern mit einer Kuh kämpfen sehen - sehr lustiger Anblick (und Kompliment an Ina für das gute Foto :P )
 Nach insgesamt ca. 8,5 Stunden Fahrtzeit (normalerweise werden 10 geschätzt, auf der Internetseite des Busunternehmens war auch 8- 8,5 Stunden angegeben, aber das haben wir nicht geglaubt) sind wir dann in Cuenca angekommen. Moni angerufen, die ja in Cuenca lebt und bei der wir schlafen konnten (gerade wegen der Fiesta unglaublich gut da die Hostels unglaublich teuer zu dieser Zeit sind) - sie natürlich vollkommen erstaunt das wir schon da sind und noch in einem Club. Macht aber nichts - wir wollten eh noch was zu Essen kaufen und können damit locker die halbe Stunde überbrücken bis wir uns in der Nähe ihres Hauses (mitm Taxi 5 Minuten) treffen. Sachen ablegen und zurück in den Club, der mir aber nicht so gut gefallen hat. An sich bestimmt ein schöner Ort, aber ziemlich klein und wegen der Menschenmengen deswegen vollkommen überfüllt und stickig. Sehr lustig aber, dass einige auch wegen Halloween verkleidet waren. Sind dann auch nicht so lang geblieben und schlafen gegangen. Auch ein lustiges Unterfangen, denn außer Moni und Julia (eine andere Freiwillige aus der Schweiz die mit Moni zusammenwohnt) haben noch 4 andere Mädels (Ina und mich eingeschlossen) bei den beiden gepennt. Zum Glück haben sie sehr große Betten, Sophia (die in Ibarra und somit noch weiter weg wohnt) hatte eine Isomatte dabei und eine Couch für Clara (viviende cerca de Riobamba) hat sich auch noch aufgetrieben ;) Am nächsten Tag sind wir dann nach einem Frühstück (mit Busproviantbrötchen und Avocados vom Baum der Familie) erst mal etwas Cuenca erkunden gegangen. Das was mir als erstes ins Auge gesprungen ist, ist der wunderschöne, fast gar nicht verdreckte Fluss der sich durch Cuenca zieht (und an dem man sich super orientieren kann). Generell ist Cuenca (trotz Menschenmangen größer als sonst aufgrund der Fiesta) eine - im Vergleich zu Quito - sehr ruhige und saubere Stadt, mit schönen Häusern und süßen Straßen. Wegen der Fiesta waren viele Zelte mit Ständen, eine Art kultureller Kunstmarkt mit Kunst nicht nur aus Ecuador, entlang des Flusses aufgebaut, an denen wir auch einiges an Zeit verbracht haben.
Fluss


Fluss auf der anderen Seite, mam sieht auch einige Stände die wegen der Fiesta aufgebaut waren


Ina, Moni und ich (von rechts nach links) auf einer Brücke

Grafitti Cuenca-Stil

Die Kathedrale und ein Blumenmarkt

Grafitti Cuenca- Stil No.2
 Eigentlich wollten wir kurz vor dem Sonnenuntergang noch auf den Aussichtshügel "Turi", aber das ist dann wegen einem Sintflutartigen Regen doch ausgefallen. Also etwas bei Moni zu Hause gechillt, bis wir auf ein Straßenkonzert wegen der Fiesta gegangen sind. Das war ganz gut aber megavoll und trotzdem war nicht wirklich Stimmung da, weswegen wir dann doch relativ bald wieder gegangen sind. Aber wir hatten mega Glück: In Cuenca gibt es einen "Club" wo es wirklich gute elektronische Musik gibt - nicht nur dieser Mainstreampopscheiß den jeder hier als musica electronica bezeichnet. Der hat aber nicht immer auf und kündigt es auch nicht vorher an - es spricht sich nur rum. Und der hatte auf, also sind wir natürlich dahin. So schön mal wieder wirklich zu tanzen, alles um einen rum zu vergessen... Die DJane hat eindeutig am besten von allen DJs aufgelegt :D Auch von lästigen Anmachen war an diesem Ort viel weniger zu spüren als auf anderen Partys, was es natürlich noch mal um einiges besser gemacht hat!!

Am nächsten Morgen war der Plan in den nahegelegenen Nationalpark Cajas zu fahren und dort zu wandern. Ina fühlte sich allerdings ziemlich krank und hatte immer noch nasse Schuhe (ich zum Glück noch andere außer Chucks dabei) und ich bin ja auch nicht unbedingt der Wanderfreak, also beschlossen wir nicht so früh mit den anderen zu fahren, sondern uns erst mal ein gutes Frühstück zu gönnen und dann später nachzukommen und nur eine kurze Route um einen See zu laufen, da ich den Park eigentlich unbedingt sehen wollte (vor allem da wir ja in Banos schon nichts gemacht haben...). Aus dem Frühstück ist was geworden (Tortilla mit Tomaten-Koriandersalat, 2 Spiegeleiern, Kaffee, Saft und danach noch ein Pancaketürmchen das wir uns geteilt haben weil es viel zu verführerisch aussah), aus dem Nationalpark leider nicht. Grund: Ina und ich sind auf einer Treppe mit unglaublich vielen Straßenverkäufern die Schmuck in genau meinem Stil verkauft haben und meganett alle waren hängengeblieben und haben uns Strähnen ins Haar knüpfen lassen und generell viel zu viel Geld ausgegeben (obwohl ich noch VIEL mehr hätte kaufen wollen). Der Artista der unsere Strähnen gemacht hat (William) ist erst vor 2 Wochen aus Deutschland wiedergekommen, aber lebt eigentlich in Quito und hat vorgeschlagen uns einiges beizubringen, wenn wir das Material besorgen :) An den Strähnen hängen wunderschöne Anhänger aus Türkis, verziert und fixiert mit silbernem Draht den er rumgewickelt und zu Spiralen geformt hat. Außerdem hat er mir noch eine weitere schöne Verzierung (geschenkt) in die Dread gemacht :D
William macht Inas Strähne

meine Verzierung

Schöne Häuser und Stände wegen der Fiesta

Supersüße Stelle am Fluss wo Ina und ich dann gewartet haben bis die anderen aus dem Cajas wiederkamen
 Der Cajas hätte sich leider echt nicht mehr gelohnt, da es bis wir mit beiden Strähen fertig waren bestimmt schon um die 3 war und man mit dem Bus dort 1,5 Stunden hinbraucht. Die anderen wollten aber gegen 5 schon zurücksein, da sie abends Karten für ein Reggeaton Konzert hatten (die mir für Reggeaton, eine Musikrichtung die ich nicht leiden kann mit 35 Dollar doch zu teuer waren). Ina und ich haben dann beschlossen statt SMontagmorgen um 7 doch schon Sonntagabend um 11 zu fahren, da wir da auch nicht mehr viel von Cuenca gesehen hätten, die Busfahrt schlafend schneller vorbeigeht und wir dann auch noch am Montag den ganzen Tag Zeit hatten uns auszuruhen. Da ich an dem Tag auch noch in das große Zimmer unter dem Dach umgezogen bin, war das ein sehr guter und entspannter Plan ;)

Montag, 27. Oktober 2014

Baños - besser spät als nie!


Vor ein paar Wochen (ja shame on me das der Blogeintrag erst jetzt kommt) bin ich mit Neele, Ferdi, Isa, Gabby und Daniel über ein verlängertes Wochenende nach Baños gefahren. Verlängertes Wochenende ist ein wichtiges Stichwort - dh viele Ecuadorianer fahren weg. Wir (bzw Isa :P ) haben am Tag vorher noch mal ein paar Hostels aus dem Reiseführer (Südamerika für wenig Geld von den 2 Freiwilligen die bei mir in der Familie wohnen) durchtelefoniert - und eigentlich auch ein Hostel das noch freie Plätze hat gefunden. In Baños angekommen hies es dann das wir noch irgendetwas hätten hinterlegen müssen - also los ging die Hostelsuche. Da an ca. 99 Prozent der Hostels schon ein Schild stand mit " No hay habitaciones" gestaltete sich das etwas schwer. Merke: Normalerweise ist das gar kein Problem ein Hostel vor Ort zu suchen, außer es ist verlängertes Wochenende :P
Wir hatten schon Glück, dass wir überhaupt noch Bustickets bekommen haben - dafür gibt es nämlich keinen Vorverkauf man muss also an dem Tag schauen ob man Glück hat.
Baños ist ein kleines Örtchen, das öfters mal mit Mindo verglichen wird. Ca. 4 Stunden Busfahrt von Quito entfernt, in der Nähe vom Regenwald (Puyo z.B. ein kleines Städtchen im Regenwald ist nur 60 km entfernt), wird auch öfters als Hippieort beschrieben. Etwas größer als Mindo (das ist aber auch nun absolut nicht schwer) und mit etwas mehr Partymöglichkeiten, aber genau so viel Extremsport. Und ganz viele Spas, Massagecentren ect. Da es echt ein Backpackerstädtchen ist gibt es wirklich überall dort auch etwas Vegetarisches auf der Karte - selbst einen selbstgemacht Vegetarischen Bratling aus Linsen und Hafer hab ich zu einem Almuerzo bestellen können (vegetarische Hamburger und Burritos waren auch dabei - ich weiß auch nicht warum mich der Bratling jetzt mehr begeistert hat).
Aber von vorne: nach der Busfahrt am Freitagmorgen haben wir uns also erst mal auf die Suche nach einem Hostel gemacht, und nach laaaangem rumfragen eins gefunden, dass uns für 15 Dollar die Nacht Betten anbieten konnte (dafür dass Neele, Isa, Ferdi und ich uns 3 Betten geteilt haben und Daniel und Gabby sich auch ein etwas größeres). Dafür war unser 3-er Zimmer für 4 direkt neben der Dachterasse des Hostels, schöner Ausblick und ein guter Ort zum Chillen! :) Nachdem wir unser Zimmer bezogen haben, war es auch schon ca, 6 - also ab geht's zum Feiern. Wer sich über die frühe Uhrzeit wundert, ab da geht's los (ab da wird's ja auch dunkel) und ab 2 Uhr nachts müssen die Bars und Clubs ja gesetzlich schließen und es darf auch kein Alkohol mehr verkauft werden (Sonntags übrigens gar nicht). Also zum Feiern ist Baños wirklich ein guter Ort (naja wie immer ist die Musik ein Mix aus Scheiß-Mainstream Pop und Salsa Musik wenn man in Clubs und nicht in guten Bars ist, aber mit der Einstellung "Trash-Party" ging das ganz gut :P). Davon haben wir auch gut gebrauch gemacht. So gut, dass wir am nächsten Morgen natürlich absolut nicht aus dem Bett gekommen sind. Neele und Ferdi sind noch mal in das eine Stunde entfernte Ambato (wo Ferdi ja wohnt) gefahren um mehr Geld zu holen (das Hostel war etwas teurer als geplant und erwartet). Isa und ich sind dann langsam (so ca ne halbe Stunde später als die mit Gaby und Daniel abends noch verhandelte Zeit  - die übriegens wegen den beiden so "früh" war) fertig geworden und haben dann festgestellt, dass Gabby und Daniel noch wie tote Reptilien im Bett liegen. Sind also was frühstücken gegangen und haben uns dann auch wieder hingelegt. Ich konnte leider im Gegensatz zu Isa nicht mehr schlafen und hab dann gelesen. Als Neele und Ferdi so um 2 wiederkamen (erstaunt das wir immer noch nichts gemacht haben) haben wir uns ein Mittagessen besorgt (naja gabby und Daniel warn immer noch im Bett) und sind ein bisschen durch Baños gestreunert. Baños hat wirklich sehr schöne Graffiti (kommen noch ein paar Fotos :P ) und gefällt mir sonst auch sehr gut, wirklich ein schönes Städtchen, umgeben von grünen Hügeln :)
Als dann Gabby und Daniel auch endlich mal fertig waren (nicht das irgendjemand von uns sehr fit gewesen wäre) haben wir uns entschieden anstatt gar nichts zu machen noch zu den Cascadas de la Novia (ca. 20 min Busfahrt und am bequemsten zu erreichen) zu fahren. Dort hat uns dann ein "Cable-Cart" für nur einen Dollar auf die andere Seite gebracht, dann wurde es aber auch schon dunkel und wir sind zurückgefahren. (Kurze Beschreibung da ja noch Fotos kommen).
Zurück in Baños waren wir- wer hats gedacht- wieder in den Clubs und Bars unterwegs, kamen an dem Tag aber erst um 10 los. Dementsprechend sind wir auch wirklich bis 2 geblieben (vor allem das kleine Baños ist echt lustig wenn um 2 die rieeesigen Menschenmassen aus den Clubs strömen) und danach auf unserer Dachterasse bis um 5 Uhr morgens unseren restlichen Alkohol weitergetrunken. (375 ml Rum für 1,80$ muss man in Deutschland erst mal finden...). Komischerweise war ich den ganzen Tag superfertig und absolut unmotiviert, aber beim Feiern und auf der Terasse chillen dann überhaupt nicht mehr. Und auch das Aufstehen am Sonntag war trotz eindeutig noch weniger Schlaf auch angenehmer. Nachdem wir dann das Hostel-Zimmer geräumt haben und uns ein Frühstück besorgt haben sind wir dann an den Busbahnhof um Karten für die Rückfahrt zu kaufen. Nächster Bus mit freíen Plätzen: 6:20. Fail, das wird wieder ne kurze Nacht, und nach viel Zeit in Baños. Aber eigentlich Glück gehabt dass wir überhaupt noch zurückgekommen sind.  Also noch mal zu den Cascadas de la Novia, diesmal mit mehr Zeit und ohne das Cable Car, aber mit runterlaufen und ne Brücke zur anderen Seite nehmen. Dann die Rückfahrt angetreten und spät abends meeeegatot ins Bett fallen, nur um Montags wieder arbeiten zu gehen :P
tut mir leid, die Bilder sind ungeordnet da Blogger die irgendwie in einer komischen Reihenfolge hochgeladen hat, und es sehr anstrengend ist die in eine gute Reihenfolge zu bringen. Das einzige was mich seit Jahren an Blogger stört :P
Ich auf dem Cabla-Cart - Meisterfoto von Neele natürlich

In der Nähe von dem Wasserfall unten

Cascadas de la Novia und die schönen grünen Hügel

Eins der schönen Graffiti


Cable Cart - für Isa mit Höhenangst weniger amüsant als für uns andere



Bis ganz untern Wasserfall konnte man leider nicht (mehr laut Gabby früher wohl schon)

Blick von der Brücke aus um den Fluss beim 2. Mal zu überqueren aus


Ein weiteres tolles Grafitti- ich hätte eigentlich alle fotografieren müssen. Aber ich komm ja auch noch mal nach Baños, einfach weil ich die Aktivitäten dort auch ganz gerne mal machen würde

Blick von der Dachterasse

Blick von der Dachterasse Nr. 2

der weitere Verlauf des Flusses
Baños' Straßen


Von meiner Community aus gibt es auch einen Punkt wo man den Cotopaxi aus sehen kann ;)



Cotopaxi in der Abendsonne - leider ist der untere Teil von Wolken bedeckt.





 
Und das hier sind Beispiele für typisches Quito Wetter im Moment (von Inas Dachterasse aus aufgenommen, ohne zeitlichen Abstand). Bild 1 Blick nach Süden, Bild 2 Blick nach Osten und Bild 3 Blick nach Norden.



 
Als letztes wollte ich noch einen kleinen Kommentar zu Correa, Ecuadors Präsidenten loswerden, da ich ihn ja doch sehr positiv beschrieben hatte. Inzwischen habe ich auch einige Sachen gehört, die ich (eher) negativ bewerten würde und die wollte ich nur der Vollständigkeit halber hier nochmal einfügen. Er hat zum Beispiel ein Gesetz rausgebracht, dass bestimmt das Journalisten etwas in der Richtung (wie zb Journalismus) studiert haben müssen um ihren Job auszuführen. Klingt zwar auf den ersten Blick positiv, aber er hat dieses Gesetz wohl benutzt um die Leute die gegen ihn schreiben ins Gefängnis zu bringen. Auch gibt es ein Gesetz, dass Eltern die ihre Kinder auf öffentliche Schulen schicken unterschreiben müssen, dass ihre Kinder solange sie auf der Schule sind nicht demonstrieren dürfen. Das alles soll die meiner Meinung nach positiven Sachen die er gemacht hat nicht außer Kraft setzen, sondern schafft in meinem Augen nur ein starkes Gegengewicht zu Diesen.
 
Ach ja übrigens, ich würde mich über ein paar Kommentare (abgesehen von meinen Eltern) sehr freuen, denn ich mach mir wirklich sehr viel Arbeit mit so einem Blogeintrag und habe im Moment das Gefühl das nicht sehr viele meinen Blog lesen :P Einfach, wenn ihr kein Googke-Konto habt Anonym anklicken und euren Namen drunterschreiben! ;)

Otavalo Bilder

 Endlich habe ich auch mal die Bilder von unserem Ausflug nach Otavalo besorgt, deswegen kommen hier ein paar Nachzügler. Aus Otavalo selbst habe ich eigentlich keine Bilder aber von dem Ausflug zu den Wasserfällen von Peguche dafür umso mehr! ;)
Olli und ich auf dem Weg zu den Wasserfällen

Weiterer Teil des Weges

Der große Wasserfall und der etwas kleiner davor


Oben über dem großen Wassefall ein weiterer Zulauf zu dem Fluss

Schuhe ausziehen- wir wollen ja schließlich den Flusslauf etwas nachverfolgen ;)
Und das entdeckt man dann - ein weiterer Wasserfall. Atmosphärisch der schönste . Höhlenartig, oben die Pflanzen... ;)

Diesen unglaublichen Baum musste ich einfach umarmen :P

Dienstag, 7. Oktober 2014

Geburtstagsfeier im Mariscal, Baillotherapie, weitere Nacht im Mariscal, Mindo.... Ich bin nicht gut im Überschriften schreiben ;)

Die letzte Zeit ist mal wieder viel passiert - und zumindest in Mindo hatte ich meine Kamera (mit Speicherkarte!) dabei das heißt in diesem Post gibt es auch mal wieder Fotos ;)
Aber alles der Reihenfolge nach: Dienstag letzte Woche hatte eine weitere Volunteer Geburtstag, deswegen waren wir im Mariscal Pizza-Essen. Wir wollten uns zu 5 eine gigantische Pizza (=32 Stücke, heißt wirklich so) Vegetarische Pizza teilen, dann wurde uns aber gesagt, dass wir dann noch eine gigantische Mozarella-Pizza dazubekommen. Haben wir natürlich nicht nein gesagt, aber die 64 Stücke waren dann natürlich viel zu viel! :D Aber für 6 Dollar pro Person (1 Dollar Service) kann man dann ja auch nichts sagen und alle hatten noch Pausenbrot für den nächsten Tag. Dann bin ich mit Neele noch in eine andere Bar (das PAK, meine Lieblingsbar hier, etwas verranzt, relativ gute Musik eher in Richtung Rock aber man kann sich Lieder wünschen dh das variiert etwas, Plätze zum draußen sitzen...), da da Isa und ihre Cousine waren. Das ist auch eine sehr lustige Geschichte, Isa ist eine Ex-Freundin von einem guten Freund von mir (als sie 15 waren, ist also auch schon etwas her), lebt in Neu-Isenburg und wir kannten uns eigentlich nur flüchtig. Dann haben wir uns zufällig im PAK getroffen (Stammkneipe ihrer Cousine und Lieblingskneipe vom Freundeskreis meines Mentors) und uns super verstanden und seitdem noch einiges mehr zusammen gemacht. Sie ist hier für 3 Monate (jetzt leider nur noch 2,5 Wochen) und lebt bei ihrer Familie (ist halb Ecuadorianerin).
Mittwoch habe ich dann mit Carla und Theresa, den 2 Kurzzeitfreiwilligen die hier sind mal Baillotherapia (Tanztherapie) ausprobiert. Das ist seeehr ähnlich wie Zumba, nur das es nicht in einer grellen, riesen Halle mit extrem lauter Musik und älteren Leuten (keine Beleidigung!) in knallbunten Klamotten war, sondern in einem kleinen verranzten Fitnessstudio in Carapungo mit Diskobeleuchtung. Einfach atmosphärisch vieeeel schöner. Und die Atmosphäre war ja das einzige was mich nach ner Zeit an Zumba gestört hat, sonst war das echt einer der wenigen Sports die mir auch Spaß gemacht haben. Ich hab auch prompt Muskelkater bekommen und würde - wenn ich nicht gestern auf einer regennassen Metallrampe ausgerutscht wäre und auf den jetzt immer noch schmerzenden Ellenbogen gefallen wäre - auch morgen wieder hingehen.
Freitag war ich dann mit Ina, Neele, Byron, Andrea, Daniel, Alexis und Alejandro (die euch noch unbekannten Namen sind weitere aus der Freundesgruppe) im Mariscal. Eigentlich war ich nur mit Ina verabredet aber dann haben wir die anderen getroffen :) Später kamen dann auch noch Isa und ihre Cousine Gaby vorbei. Isa und ich sind dann relativ früh gegangen (da ich am nächsten Tag nach Mindo gefahren bin), Gaby hat weiter mit dem Freundeskreis gechillt.
Am Samstag haben Neele, Ferdi, Max und ich dann an der Ofelia getroffen um nach Mindo zu fahren. Max war mit ca halb 12 eine halbe Stunde vor der Zeit da, ich nur 10 min zu  früh und Neele ca 20 min zu spät. Nur Ferdi ist nicht aufgetaucht und wir hatten schon Tickets für den Bus um 1. Als wir ihn angerufen haben stellte sich raus, dass der Bus ganz lange nicht kam und dann auch noch im Stau stand und das Byron auch noch mitkommt. Daniel und Gaby (die eigentlich wie Isa auf einer Geburtstagsfeier vom Opa? eingeladen war) kamen dann in der Wartezeit auch plötzlich an und schon hatte sich unsere Gruppe um 3 Ecuadorianer erweitert. Ferdi und Byron haben es zwar nicht mehr bis zum Bus geschafft, sind aber dann getrampt. In Mindo angekommen haben wir dann erst ein kleines günstiges Hostel gesucht - mit Gabys Hilfe dann eins für 7 Dollar die Nacht bekommen. Als 2 weitere Gringas nach uns nach nem Preis gefragt haben war es - soweit wir es richtig verstanden haben- schon mehr, Ecuadorianer*innen dabei zu haben lohnt sich! Das Hostel war auch wirklich süß, eine orangene Bungalowreihe, 3 Hängematten ein paar Bananenpflanzen (mit rosa Bananen!!)
Während der Busfahrt

In Mindo in der Nähe des Hostels. Aber eig ist alles in der Nähe des Hostels, so klein (aber dafür um so schöner und süßer) wie Mindo ist!

Im Hostel, von hinten nach vorne Gaby, Daniel, Neele und Max

Die risa Bananen (mit Bananenblüten) von denen ich gesprochen habe. Und ja ich bin mir sicher das es Bananen sind, am anderen Strauß waren ein paar von Vögeln aufgepickt :P
 Als dann auch Byron und Ferdi angekommen waren sind wir zu Wasserfällen in  der Nähe gefahren (haben uns einen Truck für 8 Dollar geteilt, sonst wären wir viel zu spät angekommen und im Dunkeln kann man die 20 min die man sowieso durch den Wald laufen muss natürlich nicht runterlaufen).
Auf dem Weg zu den Wasserfällen

Das natürlich auch

Byron bei einer Partie mit etwas mehr Kletterei die man aber auch umgehen konnte. Ich bin natürlich geklettert :P

Auch auf dem Weg von einer Art Aussichtspunkt - unser Ziel der Fluss ist schon zu sehen ;)

Ein von einer Wurzel umschlungener Baum - die Wurzel wird den Baum mit der Zeit abdrücken wenn es die ist die ich vermute. Und Byron mit einer tollen Schaukel!

Und ich bin natürlich auch geschaukelt! - ob ihrs glaubt oder nicht, dies istz das schärfste Bild von mir was dabei entstanden ist :P

Ferdi spielt Tarzan neben der Schaukel auf einer natürlichen Schaukel :P

wer hätte es gedacht- auch auf dem Weg

y eso tambien

Ein Fahrradrad was für eine (inzwischen ausrangierte) Canopystrecke benutzt wurde

Wasserrutsche von der man ca 2 m in den Fluss fällt

Blick über dem Fluss

Der Wasserfall! Von dort wo ich stand um das Foto zu machen kann man aus 12 m Höhe in den Fluss springen. Da ich mir aber ziemlich sicher war, dass das die Stelle ist wo Johanna sich verletzt hatte hab ich mich dann nicht getraut zu springen. Vielleicht war das aber auch nur eine Ausrede die sich mein Kopf zusammengebastelt hat um einen Grund zu haben nicht aus 12 m in einen eiskalten Fluss zu springen :D
 Da wir natürlich doch viel zu viel Zeit am Fluss verbracht haben (zB mit Schwimmen) mussten wir doch im Dunkeln zurücklaufen - aber zum Glück war der Guide der auch den Wasserfall mit denen die wollten runtergesprungen ist mit bei der Partie. Und zwar nicht nur die 20 min auf dem "Dschungelpfad" sondern auch die 1 Stunde und 20 min zurück die wir vorher mit dem Auto gefahren waren. Aber soooo lang war das dann ja auch nicht. Da dieses Wochenende ein Rave in Mindo stattfand hat man auch schon die ganze Zeit die beste elektronische Musik hören, die ich seit ich in Ecuador bin in der Öffentlichkeit gehört habe. Der Rave hat aber 40 Dollar Eintritt gekostet und auch die 20 auf die Byron das runtergehandelt hat waren den anderen zu viel und allein wollte ich nicht hingehen. (Ich finde es immer noch sehr teuer aber die Musik war wirklich wirklich gut und gute elektronische Musik ist hier selten und ich hätte gern  mal wieder getanzt, einfach den Körper machen lassen, in der Musik versinken und nicht nachdenken). Aber gut, waren wir eben nachts noch ein bisschen was trinken und sind dann so gegen 1 im Hostel verschwunden. Als ich die Nacht immer mal wieder aufgewacht bin habe ich immer wieder die Musik vom Rave gehört, und die wurde immer deeper, schneller aber trotzdem nicht nur ballernd. Ich habe es immer mehr bereut nicht hingegangen zu sein um ehrlich zu sein :( Denn sowas ist hier leider nicht einfach mal kostenlos im Wald, sondern meistens ziemlich teuer!
Am nächsten Tag haben wir dann ziemlich viel gechillt und sind vielleicht 20 min zur nächstens schönen Stelle vom Bus gelaufen um da ein bisschen zu baden und hauptsächlich zu chillen und die Landschaft zu genießen. Wie man vielleicht schon an den Aktivitäten merkt ist Mindo eindeutig wärmer als Quito :P Und eben vieeeeel grün, und das ist so das einzige was ich in Quito vermisse.
Diese Stelle am Fluss


Auf dem Rückweg vom Fluss zum Hostel- auschecken und dann gings auch schon wieder nach Hause :(