Auf dem Midtermcamp haben wir uns dann entschieden, über das Carnevalswochenende (4 Tage für alle, 3 Tage mehr für die die in einer Schule arbeiten da Halbjahresferien) erst nach Cuenca und dann nach Ambato zu fahren, da dort relativ viele Karnevalsbräuche sind. Ich sag übrigens gerade Karneval und nicht Fasching weil es hier eben Carnaval heißt. Ina und ich (beide, jedenfalls zu dem Zeitpunkt noch in Schulen) sind danach noch an den Strand gefahren.
Also, Freitag gings los nach Cuenca, etwas komplizierter als das letzte Mal. Erstmal nach Ambato um Ferdi dort zu treffen, und auch von Ambato gab es kein Direktbus mehr. Also weiter nach Riobamba, von dort nach Alausí weil es auch keine Busse direkt nach Cuenca mehr gab. Ab Alausí wurde es dann interessant :D Wir waren nämlcih nach 6 in Alausí und dann fährt nämlich gar kein Bus mehr weiter. Also auf geht's an die Panamericana, hoffen wir mal das uns jemand mitnimmt. Langsam wurde es nämlich auch dunkel und es war verdammt nebelig, also so das man vielleicht 30 meter weit sehen konnte. Sehr praktisch für enge, unbeleuchtete Kurvenstraßen. Wir hatten sogar ein Schild mit Cuenca draufstehen - sieht man mal wie gut wir vorbereitet waren :D (Das Schild war übrigens Teil eines Päckchens von meinen Eltern früher gewesen... Kartons sind praktisch!). Nach kurzer Zeit hat uns ein Pick-Up von der Bergrettung mitgenommen, mit Blaulicht (well, Rotlicht) und allem sind wir superschnell durch diese Kurven gebrettert. Haben alle Autos die uns vorher nicht mitnehmen wollten überholt, und denen gewinkt udn sie leicht ausgleacht weil wir schneller sind. Einer hat uns alle seine Lichter als Reaktion gezeigt :D Hatten alle etwas Angst wegen der Geschwindigkeit, aber wir waren ja in profesionellen Händen. Nur kalt war es. Nebel und Nacht in der Sierra sind doch etwas anderes als trampen an der Küste ;) Es war sogar so nebelig das man die Rotlichter im Nebel gesehen hat...
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| Ferdi schützt sich vor der Kälte |
Leider konnten sie uns nur bis nach Tambo mitnehmen, aber da hatten wir sehr viel Glück- und das an nem Freitag den 13. Wir sind langsam hintendrauf durch Tambo gefahren, als wir einen Bus gesehen haben, der leider nur ein Riobamba-Schild hatte. Kam aber aus der Richtung, also haben wir einfach mal unser Cuenca-Schild hochgehalten, um zu fragen ob der nicht zufälligerweise dahin fährt, da wir ja wussten wir werden bald hier abgesetzt. Der Busfahrer und Begleiter haben enthusiastisch gewinkt und genickt, also haben wir schnell an die Pick-Up Scheibe geklopft (Zeichen zum Absetzten normalerweise), uns bedankt, und sind in den Bus gehüpft.
Für Cuenca und Ambato hatte ich spontan (die Idee war spontan deswegen) je ein Couchsurfing-Platz für uns organisiert. In Cuenca hatten wir so viel Glück, 2 junge Typen die das Wochenende weg waren haben uns einfach den Schlüssel für ihre Wohnung überlassen :D Naja, die Wohnung hatte ein leeres Zimmer wo wir geschlafen haben, ein volles abgeschlossenes Zimmer von denen und ein Bad, aber ich mein umsonst ist das der Hammer!!
Und das beste:
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| Die Glaswand des "Wohnzimmers" |
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| Mit Blick auf den schönen Fluss :) |
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| Und hier von unten, der rechte Part war unser für ein Wochenende :) |
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| Und dieser schöne Zeitgenosse (naja das Wort passt nicht so ganz) als einzige Deko ;) |
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| der Wald von außen |
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| Die 2 Fotos zeigen die Schönheit des Waldes absolut nicht |
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| Wirklich in echt ist es viel schöner! |
Abends waren wir dann bei einem kostenlosen Konzert wegen Karneval. Ich fand die Musik masomenos, aber die Schaumschlacht hats wettgemacht :D
Also in Ecuador ist es ein Brauch, das Karneval eine riesige Straßenschlacht aus Farben, Wasser, Mehl, Eiern und am meisten so ein komischer Sprühschaum der etwas an Rasierschaum erinnert, nur sich nach ner Zeit auflöst und ganz ekelhaft riecht stattfindet. Wenn man sich nicht wehren kann ists scheiße, aber wenn man sich auch Sprühdosen (1 Dollar ne kleine) kauft, machts Spaß :D Und man lernt Leute kennen, zum Beispiel kleine Kinder, die einem sagen man ist zu cool für Deutschland und soll nicht zurück.
So sieht das mit dem Schaum dann ungefähr aus :D Im Hintergrund ist auch einer der unzählbaren Stände wo man den erwerben kann :)
Den nächsten Tag haben wir uns etwas Cuenca angeschaut, und Ina und Neele waren noch bei einem Salsafestival mit den Typen von dem Abend vorher (Sprühschaumbekanntschaft die 2.), worauf Ferdi und ich aber keine Lust hatten. Naja ein paar Bilder aus Cuenca bitte :D
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| Was für ne schöne Polizeistation :D |
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| "Zeige deine Kultur - Nicht auf den Boden spucken" am Busterminal |
Am nächsten Tag sind Ina und ich dann nach Puerto Lopez gefahren, naja nach Manta weil es keine Busse nach Puerto Lopez gab. Da wir dort um 1 Uhr in der Nacht angekommen sind, haben wir dort ein Hostel genommen und sind am nächsten Tag von Manta nach Puerto Lopez getrampt (also eine eindeutig kürzere Strecke als letztes Mal an der Küste!)
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| Blick von der Dachterasse unseres Hostels in Manta |
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| Hier kann ich mir also in Manta ein Tattoo stechen lassen :D |
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| Hier haben wir Essenspause gemacht - der Ort besteht aus 5 Restaurants sonst nichts :D |
Am nächsten Tag sind wir dann in den Nationalpark Los Frailes in der Nähe gefahren, wenig Vegetation zu dieser Jahreszeit, aber schöne Strände :) Nur leider gar kein Schatten... Zum Glück habe ich mir vorher die Haare spontan raspelkurz geschnitten, so war die Hitze wenigstens halbwegs erträglich.
Naja einen fetten Sonnenbrand habe ich mir auf jeden Fall geholt, der am nächsten Tag auf la Isla de la Plata noch verstärkt wurde. Sonnenbrand auf der Kopfhaut tut echt weh, sag ich euch ;)
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| Tortugas! |
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| Das beste Bild einens Blaufußtölpels |
Und Abends ging es dann auch schon wieder zurück nach Quito...
2 Wochen später bin ich dann für ein Wochenende mit Manu und einem Freund von ohm nach Tonsupa gefahren, sie hatten uns alle eingeladen aber nur ich hatte Zeit. Aber etwas mehr Strand schadet nie denke ich ;) Tonsupa ist ein Strand in der Region Esmeraldas, also nah genug für ein Wochenende ( 6 Stunden im Bus). Freitag nacht los, Samstag morgen da, 1,5 Tage am Strand gammeln und Sonntagmittag wieder zurück :) Das gute ist, das nach Esmeraldas die Busse auch von Carcelen aus fahren und nicht nur vom Terminal Quitumbe, Carcelen ist nämlich das nördlichste Terminal von Quito (Quitumbe das südlichste) und somit nur ca. 20 min von meinem Haus entfernt. Ich hab leider keine Fotos, weil ich nur die ungeladenen Akkus für die Kamera mitgenommen habe, aber wir haben eh nichts gemacht außer zu essen und am Strand zu entspannen ;)
Am 21. März war dann der Marcha de las Putas (Slutwalk) in Ecuador. Der Name kommt von einem Politiker, der einmal gesagt hat das es die Schuld einer Frau wäre, dass die vergewaltigt worden ist, weil sie sich wie eine "puta" angezogen hat. Deswegen sagen wir, dass wenn wir uns frei kleiden und frei handeln, wenn wir deswegen putas sind dann sind wir lieber putas als und weiter dem Patriachart unterzuordnen. Außerdem gibt es keinen positiven Begriff für eine Frau, die Sex genießt (für Männer gibt's ja tausende), also werden wir versuchen diesen Begriff von etwas negativen in etwas positives umzuwandeln, ihn zurückzugewinnen. Wir sind gegen den täglichen Sexismus, gegen Diskriminierung, egal ob nur Frauen oder Homo-/ Bi-/Pan-/Asexuelle, oder Personen die nicht cis sind (sich mit dem Geschlecht was ihnen zu Geburt zugeordnet wurde identifizieren), oder trans Personen, oder non-binary Personen (Personen die sich weder als Frau noch als Mann, also nicht in diesem binären System identifizieren).
Ich wollte eigentlich mit Neele hingehen, aber leider war ihr an diesem Tag sehr schwindelig. Ich bin aber froh, dass ich mich überwunden und getraut habe alleine hinzugehen, weil es echt eine wunderschöne, diverse, offene, akzeptierende Atmospäre war und ich tolle neue Leute kennengelernt habe. Ein Foto aus dem Internet (hatte meine Kamera nicht dabei weil ich sicher war das Neele ihre mitnimmt und hab mich dann grün und blau geärgert..)
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| Das war bei dem Festival danach beim Plaza Fosch |
Wenn wir schon dabei sind über Sexismus zu reden: Seit ich mir die Haare kurz geschnitten habe, erlebe ich so viel weniger Alltagssexismus, wie blöd anlabern, anhupen oder anfassen. Wirklich 90 Prozent weniger. Angenehm muss ich sagen :D Dafür ein paar blöde Blicke, aber ich starr dann einfach genauso blöd zurück. Mit sowas kann ich besser umgehen als mit den nervigen Anmachen :)
Wie zu erwarten, haben auch die Kinder alle gesagt, oh du siehst jetzt aus wie ein Mann. Warum hast du sie dir geschnitten? Meine erste Antwort ist immer: "por que me gusta" (weil es mir gefällt) und dann erkläre ich das ich mit kurzen Haaren immer noch eine Frau sein kann, das die Länge der Haare keine Auswirkungen auf dein Geschlecht hat (dein Geschlecht kannst nur du selber bestimmen, nichts und niemand sonst, nicht dein Aussehen, nicht dein Körper, nicht deine Geschlechtsorgane, nicht dein Auftreten, nicht dein Name, nicht die Pronomen die du bevorzugst, nada. Nur du selbst).
Ein aktives Brechen der Stereotype die sie am Anfang eingetrichtert bekommen haben würde ich sagen :D
Gestern war ich mit Eugénie, einer Kurzzeitfreiwilligen aus der französischen Schweiz mit der ich 5 Wochen das Zimmer geteilt habe (heute gings los zum Flughafen für sie) nach Mindo gefahren.
Dort sind wir mit einer Gondel zur anderen Seite der Schluct und von dort zu einigen Wasserfällen gelaufen, und dann auch wieder zurück nach Mindo weil wir nicht ein Taxi zurück zahlen wollten. Mehr gibt's eigentlich nicht zu erzählen, nur noch ein paar Bilder zu zeigen :)
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| diese Blätter haben einfach pinke Spitzen?? |
Wuhuuuu, ya terminé!! :D
PS.: Para Moni: No sé como puedo contactarte entonces te escribo mi email por aqui y espero q vas a verlo! :) jana.luckow@web.de



























































