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| Mondaufgang - 3 min bevor ich meine Kamera hatte war er noch 3 mal so schön, mit sonnenuntergangsrosarotorangenen Wolken |
Jop, und jetzt ist es soweit, die Hälfte meiner Zeit ist schon um :( Gerade sind wir auf dem Zwischenseminar von VASE, dazu aber später mehr, denn ich habe noch über 2 Wochenendtrips zu berichten.
Das Wochenende nach den Weihnachtsferien sind wir direkt wieder weggefahren, da Nils ein ICJA-Voluntary, der im Moment in Peru lebt uns in Quito besuchen kam. Nach einigem hin- und her haben wir uns für den Cotopaxi-Nationalpark entschieden. Hinkommen war etwas kompliziert, da wir im Bus spontan entschieden haben früher, nämlich in Machachi anstatt in Latacunga auszusteigen um von den anderen, näheren Eingang zu einem Basiscamp zu kommen. Der Ort wo wir ausstiegen wollten und sind war dann leider etwas von der Panamericana (wo die Busse langfahren) entfernt, also mussten wir erstmal ein Stück laufen. Auf dem Markt haben wir dann noch Früchte und Chochos gekauft und zu Mittag gegessen, bevor wir uns dann auf die Suche nach nem Bus der uns in die richtige Richtung bringt gemacht. Einen haben wir dann gefunden, Nils hat sich mit ein paar Kindern angefreundet und die haben uns zum Glück gesagt, dass wir jetzt spätestens aussteigen sollten. Dann waren wir noch 8 km von dem Nationalparkeingang entfernt, haben aber einen Bus der einer Californischen Touristengruppe gehört hat angehalten, die uns dann bis ca. 1 km vor dem Eingang mitgenommen haben. Den letzten Stück sind wir dann gelaufen, haben uns registriert und wurden dann von einer weiteren Gruppe bis zum Basiscamp mitgenommen (wir hatten da Ina krank wurde leider kein Zelt und ich auch keinen Schlafsack und sind deswegen zum Basiscamp), allerdings hatten sie nur noch Plätze für 2 also lag ich im Kofferraum bei dem Gepäck.

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| Nils und Neele |
Im Basiscamp angekommen haben wir festgestellt, dass eine Nacht 20 oder 25 Dollar kosten würde. Zum Glück hatten sie Zelte die man günstiger ausleihen konnte (7 Dollar fürs Zelt und für Bad ect. 8 Dollar pro Nacht und Person) und ich hatte 4 Decken (und einen entsprechend großen Rucksack) dabei, also haben wir uns natürlich für das Zelt entschieden und das etwas abseits aufgebaut.
Diese Panoramalandschaft ist schon echt beeindruckend - irgendwie ist zwar alles gleich und man denkt so hoch bei solch einem Wind gibt's jetzt auch nicht so viel, aber wenn man genau hinschaut findet man auch so viele Blumen (sogar Alpenveilchen!!) und diese ganzen Grasbüschel sehen einfach schon sehr schön aus finde ich. Und durch die Wolken sieht man auch soooo viele Regenbögen! Wir sind dann nach dem Zeltaufbauen noch auf dem nächsten Hügel (1,5 Stunden hoch, halbe Stunde im Dunkeln runter) gelaufen. Bilder zeigen das glaube ich alles besser!
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| sogar 2 Regenbögen ;) |
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| Der Cotopaxi, leider bewölkt |
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| sogar nicht nur Blümchen, sondern auch richtige Blumenbüsche |
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| Nils' Silhuette |

Am nächsten Tag wollten wir dann noch zum Refugio an der Schneegrenze hoch, haben deswegen gefragt ob die uns im Basiscamp einen Camionetta (Pick Up) rufen wollen der uns da hoch fährt. 25 Dollar hat uns das gekostet und er hat auch am Anfang gefragt ob wir zum Refugio José Riveras wollen und wir haben das bestätigt. Irgendwann fragte er dann ob wir an der Panamericana in Richtung Latacunga oder Quito wollen, wir meinten nach Quito aber erst zum Refugio, er nur so jajaja klar. Naja irgendwann waren wir für 25 Dollar dann an der Panamericana, vollkommen unnötig das ganze also. Haben wir entschieden, dass wir jetzt versuchen hochzutrampen, weil wir nicht mehr Geld ausgeben wollen. Hat auch super geklappt, ein anderer von den registrierten Camionettas hat uns hintendrauf kostenlos bis zum Nationalparkeingang (diesmal der andere - wir haben uns also 2 mal registriert und den Park offiziell nie verlassen) mitgenommen. Dieser Eingang war viel größer und viel besser besucht, der Touristeneingang eben. Kurz danach haben wir eine Familie mit Pick-Up gefunden, die uns sogar bis ganz nach oben und wieder mit nach unten bis zur Panamericana mitgenommen haben :)



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| Nils aufm Pick-Up |
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| langsam verziehen sich die Wolken |
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| Das Refugio vor der Schneegrenze - den Schnee hab ich nicht vermisst und brauch ich auch nich unbedingt nochmal. Es war sooooooo schweinekalt da oben, ich wollte sofort wieder runter! |
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| Aber einen schönen Blick hatte man - wer sieht den Zwerg mit dem viel zu großen Rucksack? |
Beim Weg runter haben wir dann auch endlich den Cotopaxi ohne Wolken gesehen!! :D
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| Und die Wolken sind weg! |
Von der Panamericana sind wir dann doch erstmal nach Latacunga, weil es schwer ist Busse nach Quito mitten auf der Panamericana anzuhalten, die nach Latacunga halten wesentlich öfters. Dort haben wir dann einen Bus nach Quito gefunden und das Wochenende war auch schon wieder vorbei.
Letztes Wochenende haben wir dann einen Trip nach Baños gemacht, wir waren ganz schön viele Leute. Neele, Ina, Max, Will (ein neuer Voluntary der im Januar ankam, kommt aus England spricht aber fließend deutsch) und ich aus Quito, Clara aus Riobamba und Ferdi und Tatjana (auch eine neue Voluntary) aus Ambato. Freitagabend sind wir losgefahren, Ferdi und Tatjana sind sogar in den gleichen Bus wie wir dazugestiegen und Clara kam Samstagmorgen dazu. Nach einigen Hostels die uns angelabert wurden und die Max sich angeschaut hat, waren wir dann in der Nähe des Hostels wo wir auch letztes mal waren, und haben uns wegen der tollen Dachterasse entschieden dort mal zu fragen. Da es anstatt letztem Mal kein langes Wochenende war, haben wir anstatt 15 Dollar 7 Dollar die Nacht bezahlt und da Neele und ich uns wieder ein Bett geteilt haben, sogar nur 6 pro Person weil wir für Betten anstatt für Personen bezahlt haben. Letztes Mal hatten wir uns zwar auch das Bett bezahlt, aber ich denke dass ein langes Wochenende einfach vor allem in Baños etwas Ausnahmezustand. An dem Abend haben wir uns dann nur noch etwas auf die Dachterasse gesetzt, wir wollten dieses Wochenende ja auch wirklich mal was sehen! Das haben wir auch geschafft, am nächsten Morgen haben wir uns für 5 Dollar pro Person Mountainbikes ausgeliehen und sind die hauptsächlich bergabgehende Strecke mit 3 großen und vielen kleinen Wasserfällen abgefahren.
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| Der erste kleine Wasserfall |
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| Stopp am ersten großen Wasserfall, von links nach rechts Ina, Tatjana, Will, Ferdi und Max |
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| Der erste große Wasserfall, naja genaugenommen 2 |
Wir sind dann an einer Bungee-Jumping-Brücke vorbeigekommen, von der Max dann auch einen Sprung gewagt hat. Mir war es hauptsächlich zu teuer, obwohl es für 10 Dollar schon super günstig ist. Naja etwas Angst hatte ich schon auch :P
Der nächste Wasserfall war dann der, den wir schon von unserer letzten Baños-Tour kannten, wir sind wieder mit dieser Gondel rübergefahren (ich füg jetzt mal keine Bilder von der Gondel ein, die kennt ihr ja schon) und dort etwas rumgelaufen.
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| Auf die tolle Reifenschaukel kommt passt man sogar doch drauf ;) |
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| Ja, Neele kann tolle Fotos machen! |
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| Einen Kolibri hat sie sogar auch drauf bekommen!! |
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| v.l.n.r.: Neele, ich, Clara, Will, Ferdi, Tatjana und Ina (Max hat das Foto gemacht) |
Der nächste Wasserfall war dann der berühmteste von allen, der Bailon de Diabolo. Der ist auch echt seeeeehr beeindruckend. Um dahin zu kommen musste man dann erstmal an einem kleineren Wasserfall vorbei und über einige Hängebrücken runterlaufen. Ich lass mal wieder Bilder sprechen :)
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| Lagune vom ersten kleineren Wasserfall |
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| Der kleine Wasserfall |
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| Das ist dann der große ;) |
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| Ups, die Reihenfolge passt nicht ganz - noch mal die Lagune des Kleineren |
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| Beeindruckend, oder? Ich finde die Treppen sehen wie eine Zwergenburg aus |
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| Ein weiterer Beweis das Neele unglaublich tolle Fotos macht! |
Zurück konnte man dann mit einem Laster fahren, wo auch die Fahrräder platz haben. Da wir eine Gruppe von 8 Leuten waren und somit vollständige Gruppengröße haben, hatten wir dann einen Camionetta für uns alleine (2 Dollar pro Person). Danach haben wir dann etwas unterschiedliche Sachen gemacht: Max Will und Tatjana sind zu heißen Quellen gegangen, konnte ich nicht wegen dem neuen Tattoo und hab deswegen Poi gespielt, Neele nicht wegen ihrer Haut und hat Yoga gemacht, Ina hat sich massieren lassen, Clara ist noch etwas durch Baños gelaufen und Ferdi hat geschlafen.
Ein weiterer Grund warum das Hostel eine gute Wahl war, ist das wir die Küche benutzen durften, also haben wir danach Spaghetti mit Gemüsesauce gekocht.
Eigentlich wollten wir danach noch feiern gehen, davon haben Tatjana, Clara und ich aber schon von Anfang an ausgeschlossen, da wir einfach viel zu müde waren. Im Endeffekt ist dann aber niemand gegangen :P
Am nächsten Tag sind wir dann noch zur Casa del Arbol (Baumhaus) mit den 2 Schaukeln am Ende der Welt gefahren. Wieder mal einen Vorteil, dass wir zu 8 waren, da wir eben wieder eine Gruppengröße hatten und uns ein Minibus für 8 Dollar die Person hochgefahren hat. War etwas doof, da wir trotzdem noch Eintritt für das Baumhaus zahlen mussten (zwar nur 1 Dollar aber trotzdem) und hochtrampen eindeutig viel günstiger gewesen wäre. Obwohl das mit 8 Leuten auch schon wieder schwer gewesen wäre. So Spektakulär wie es immer klingt ist es gar nicht, der Tungurahua war bewölkt und es ist einfach eine totale Touristenattraktion. Die Schaukeln haben auch inzwischen eine Sicherung, aber es war trotzdem schön mal darauf zu schaukeln.
Danach hat er uns noch zu einem Aussichtspunkt von dem man Baños supergut sehen konnte gefahren.
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| Baños von oben, davor ganz viele Baumtomaten |
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| Baumtomate |
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| Sucht das "Zirkuszelt" auf dem Dach, 2 Dächer weiter hinten wo die Wäsche hängt ist die Dachterasse unseres Hostels |
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| Unser Hostel - welches ist wohl das Zimmer von Neele und mir? |
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| Vor der Abreise haben Ina und Clara sich noch ein Cuy (Meerschweinchen) geteilt. Für Ina das erste mal, Clara wohnt in einem Indigéna-Dorf wohnt und kriegt das relativ oft) |
Danach haben wir dann auch die Heimreise angetreten, da wir Montag ja schon beim Zwischenseminar sein mussten.
Das ist einfach gefühlsmäßig sehr, sehr komisch. Wir sind ja in der gleichen Schule (eingesperrt) wo auch das Vorbereitungsseminar war. Wir haben den Brief gelesen den wir uns beim ICJA-Seminar geschrieben haben und einen neuen geschrieben, Fragerunden und Schreibgespräche über unsere Erfahrungen, Videos über unsere Projekte geschaut und Videos über die Kultur gemacht ect.
Es ist einfach irgendwie emotional für mich, da ich durch den Brief meine Familie schon vermisst habe mir aber auch gleichzeitig bewusst geworden ist wie viel viel besser es mir hier gefühlsmäßig geht. Und ich will einfach wirklich nicht zurück. Ich freu mich auf viele Sachen auch wieder, claro, aber dieses Lebensgefühl, die Menschen passen einfach viel besser zu meiner Einstellung (naja abgesehen vom Sexismus). Ich habe so viele tolle Leute kennengelernt und so vielfältige Erfahrungen gemacht.
Der beste Programmpunkt war aber eindeutig heute Nachmittag, als eine Voluntary von einer feministischen Organisation vorbeikam, und vom Marcha de las Putas ("Schlampenmarsch") erzählt hat. Der Name der Demonstration (gibt es inzwischen in über 60 Ländern, hat in Canada angefangen) kommt von einem Politiker, der eine Frau die vergewaltigt wurde vorgeworfen hat, sie seihe selbst dran Schuld weil sie sich wie eine Puta, eine Schlampe angezogen hat. Ein Teil der Demonstration zieht jetzt eben auch darauf ab, dass egal wie Frauen aussehen sie nicht unbedingt Sex haben wollen und es vor allem nicht die Schuld der Frauen ist wenn sie vergewaltigt werden. Natürlich geht es einfach generell um die Gleichstellung aller Geschlechter (ja es gibt mehr Geschlechter als nur Mann und Frau, trans Männer und trans Frauen, aber auch alle Formen von non-binary, die sich nicht dem binären System von Mann und Frau zuordnen (lassen), die werden auch in der Demo berücksichtigt).
Der nächste Marcha de las Putas ist am 21. März, und ich werde da auf jeden Fall hingehen. Auch gibt es vorher schon offene Gruppen zur Vorbereitung der Demo, die Neele und ich uns auch auf jeden Fall mal anschauen wollen.
Morgen ist nicht mehr viel Programm, hauptsächlich Auswertung und Verabschiedung. Danach haben wir noch eine Woche Ferien (also naja die die in Schulen arbeiten, die anderen haben nur Montag und Dienstag wegen "carnaval" frei), wo genau wir hinfahren ist noch nicht sicher :P
Werdet ihr in meinem nächsten Blogeintrag erfahren ;)
hola Jana :)
AntwortenLöschenme encantan las fotos!! me alegro mucho de que pases tan lindo ahí en Ecuador y espero que disfrutes el tiempo que te queda - pasará volando! :/
además solo puedo repetir que amo tu estilo de vestirte y tu pelo :D
otra cosa - te borré por accidente de mi lista de lectores de mi blog, perdón :/ si quieres puedes pasarme tu mail acá? porque no estoy usando Facebook :)
que pases muy lindo, beso grande desde Suiza!! :)